Dass es auch dieses jahr wieder einen Maischtertrack von der Rap-Combo TripleNine geben wird, war so gut wie klar. Anfang Woche sickerten erste Ausschnitte an die Öffentlichkeit und die Fan-Gemeinde war gespannt. Als der Track dann gestern Mittwochnachmittag endlich komplett verfügbar war, wurde der Counter des Youtube Videos kurzzeitig gesperrt, weil Youtube verdächtige Aktivitäten vermutet. «Zu viele Plays in zu kurzer Zeit :-)», kommentieren die Rapper auf ihrer faceboook-Seite.

Das Resultat, welches TripleNine präsentiert, ist eine Hommage an Marco Streller. Der abtretende Captain beschliesst eine grosse Ära des Vereins. Er ist der letzte des Dreigestirns Frei, Huggel, Streller, der sich von der grossen Fussballbühne verabschiedet.

Es ist aber auch für TripleNine das Ende einer Ära, denn der sechste Maischtertrack in Folge ist gleichzeitig der letzte.

Der diesjährige Track ist der letzte. Wieso?

TripleNine: In den vergangenen Jahren feierten wir mit unseren Maischtertracks Erfolge, die wir weder geplant noch im entferntesten erwartet hätten. So ist jetzt für unser Empfinden der richtige Zeitpunkt, um auf dem Zenit aufzuhören. Ausserdem wurde es auch immer schwieriger, unseren eigenen musikalischen Ansprüchen gerecht zu werden und die jeweiligen Songs der Vorjahre zu übertreffen.

Ihr singt davon, dass eine Ära zu Ende geht. Was war für euch das grösste Highlight der sich zu Ende neigenden Ära?

Höchstwahrscheinlich der Meistertitel 2012, als wir anlässlich der Meisterfeier auf dem Barfi aufgetreten sind. Die positiven Rückmeldungen, die jeweils an uns herangetragen wurden, sind überwältigend und werden uns immer in bester Erinnerung bleiben.

Jean Luc Saint Tropez, Fetch, Zitral, Silenus und Abart (von links nach rechts) sind die Federführenden der Maischtertracks.

Jean Luc Saint Tropez, Fetch, Zitral, Silenus und Abart (von links nach rechts) sind die Federführenden der Maischtertracks.

Was ist euer Lieblings-Pipi-Moment?

Da gibt es etliche. Beispielsweise das 1:0 gegen Liverpool im letzten Herbst. Aber eigentlich war es immer eine Freude, Pipi auf und neben dem Platz zu sehen. Bodenständige Persönlichkeiten mit einer derart starken Bindung zum Club und zur Stadt sind im modernen Profifussball sehr rar geworden.

Im Interview mit der bz vom letzten Jahr habt ihr gesagt, die Tracks seien für euch ein Weg, eure Emotionen, die sich über die ganze Saison hin ansammeln, zu verarbeiten. Wie werdet ihr das künftig machen, wenn es keine Tracks mehr gibt?

Da Emotionen in Meistersaisons äusserst positiv sind, wird uns das wohl kaum schwer fallen. An der verlorenen Meisterschaft 2006 nagten wir viel länger. Darüber haben wir aber glücklicherweise keinen Track gemacht.

Ihr habt mal gesagt, ihr werdet dann aufhören, wenn ihr genug FCB-Tracks habt, um ein Album zu füllen. Gibt es also bald ein TripleNine Spezial-Album für den FCB?

Mittlerweile haben wir bereits 10 FCB-Titel aufgenommen. Eigentlich würde dies für ein Album reichen. Ein solches Projekt ist allerdings nicht geplant. Allerdings werden wir demnächst unser drittes Album veröffentlichen.