Die jährlichen Mitgliederreisen von Basel Tourismus sind jeweils bis ins letzte Detail durchgeplant. Doch gegen den Einfluss höherer Mächte sind auch die engagierten Verantwortlichen der Reise chancenlos: Sorgte vor Jahresfrist das Grounding der Fluggesellschaft «Hello» kurzfristig für Aufregung, mussten sie dieses Jahr die Absage von Regierungsrat Hans-Peter Wessels hinnehmen: Die nicht gerade effiziente Abwicklung der Geschäfte im Grossen Rat machte den Reiseplänen des Baudirektors einen Strich durch die Rechnung. Und obwohl sich das Nachsitzen im Parlament für Wessels letztlich lohnte – die Abwesenheit des offiziellen Basel wurde wenn auch respektiert, so doch bedauert.

Der Flug nach Riga bedeutete für fast alle Teilnehmer eine Reise ins Unbekannte: Selbst der weit gereiste Tourismusdirektor Daniel Egloff, der eben aus New York zurück gekommen war, räumte am Flughafen der lettischen Hauptstadt ein, Neuland zu betreten. Dabei hat diese viel zu bieten: Üppig verzierte Jugendstilbauten, eine intakte Altstadt und eine spezielle Holzhausarchitektur trugen Riga das Unesco-Weltkulturerbe-Label ein.

Viele der 120 Teilnehmer zeigten sich überrascht: Eine solche Pracht hatten sie in der baltischen Metropole, wo eine Million der total bloss zwei Millionen Letten leben, nicht erwartet. Dass die Beziehungen zwischen der Schweiz und Lettland ausbaufähig sind, veranschaulichte beim Galadinner in einem Kaufmannshaus Botschafter Markus Dutly: Dank der Reise von Basel Tourismus habe sich die Zahl der in Lettland anwesenden Schweizer kurzzeitig verdoppelt.

Basel-Tourismus-Präsident Hanspeter Weisshaupt äusserte sich positiv über die sauberen Strassen Rigas. «Auf dem zentralen Platz liegt kein Papierli auf dem Boden», konstatierte er. Dies im Gegensatz zu Basel: «Sicherheit und Sauberkeit bereiten mir Sorgen.» Auch die Teilnehmer zogen während der Rundgänge Vergleiche und nahmen von den beiden Reisetagen vielfältige Eindrücke zurück nach Basel.