Demnach sind die Vorschläge der vier teilnehmenden Architekturbüros äusserst unterschiedlich aufgenommen worden. Insbesondere die beiden deutschen Büros, Hans Kolhoff und Albert Speer, fielen mit ihren Gedanken zum Areal mehrheitlich durch. Dies, weil sie gegen ein immer wieder geäussertes Anliegen der Teilnehmenden verstossen hatten: den Erhalt möglichst vieler der alten Industriebauten auf dem Areal, die als «identitätsstiftend» wahrgenommen werden.

Hier lassen der Kanton und der Ersteller der Synthese, Michael Emmenegger, aber durchblicken, dass dies nicht zwingend möglich sein wird. Insbesondere, weil nicht klar ist, wie viel Altlasten sich in den Gebäuden noch verbergen und ob eine Umnutzung ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu machen ist.

Das Lieblingsprojekt der Teilnehmer scheint indes jenes der architektonischen Lokalmatadoren Diener und Diener zu sein. Allerdings werden auch hier einige Dinge bemängelt. So zum Beispiel die Dichte der Bebauung.

Weitere wiederkehrende Sorgen der Teilnehmer an den Workshops sind die Schaffung von genügend Grünflächen, Tempo 30, der Bau von Genossenschaftswohnungen und niedrige Mietzinse. Dazu gesellen sich Forderungen nach kulturellen Nutzungen, Möglichkeiten für Zwischennutzungen und gute Anbindungen an das öffentliche Verkehrsnetz.

Ein weiteres Element, das immer wieder auftaucht, ist ein 50-Meter-Schwimmbecken. Dieses, eine alte Forderung der Basler Sportpolitiker, könnte doch hier gebaut werden. Und damit etwas bringen, was man ebenfalls gerne hätte: eine «gesamtstädtische Auswirkung» des Klybeckquartiers. (dre)