Tourismus
Die Muse ist wachgeküsst: So sieht es jetzt in der Museumsstadt Basel aus

Seit Dienstag sind auch die Basler Staatsmuseen wieder in Betrieb. Ein Blick auf die Kunst in Zeiten der Sicherheitsmassnahmen.

Andreas Schwald
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Museen Basel
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Besucher mit Gesichtsmasken betrachten ein Kunstwerk am Tag der Wiedereroeffnung, nach der durch das Coronavirus bedingten Pause, in der Ausstellung Edward Hopper der Fondation Beyeler in Riehen.
Ein Hinweisschild fuer Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus steht im Shop des Museums Tinguely in Basel.
Ein Personenleitsystem zum Schutz gegen das Coronavirus am Tag der Wiedereroeffnung vor der Fondation Beyeler in Riehen.
Ein Plakat fuer das Personenleitsystem zum Schutz gegen das Coronavirus steht vor dem Eingang des Museums Tinguely in Basel.

Museen Basel

KEYSTONE/Georgios Kefalas

Basel ist endlich wieder die Museumsstadt, als die sie sich in Prospekten und bei Touristen anpreist. Am Montag öffneten bereits einige private Institutionen wie die Fondation Beyeler wieder, gestern Dienstag wurden nun auch die fünf Staatsmuseen aus dem Lockdown entlassen. Ihnen allen gemein ist ein strenges Sicherheitskonzept mit Markierungen und Auflagen, selbst in den Museumsshops.

Der grosse Andrang blieb in Kunstmuseum Basel am ersten einigermassen schönen Tag nach der zweiten Lockdown-Lockerung aus. Eine Druggedde wurde zumindest im Kunstmuseum auch nicht erwartet, wie Sprecherin Karen Gerig sagt. «Dafür durften wir viele Stammgäste begrüssen, die lange auf die Wiedereröffnung gewartet haben.» Denn inbrünstige Liebhaber hat die Kunstsammlung im Zentrum der Stadt einige. Unter den Gästen war auch ein Mann, der dafür extra von Genf nach Basel gereist war.

Mehr als genug Platz in den grossen Häusern

In Sachen Abstandhalten müssen sich die grossen Museen kaum Sorgen machen. Ausladende Räume gibt es genug. Im Kunstmuseum zum Beispiel dürften selbst in Zeiten von Corona bis zu 550 Personen auf einmal in Hauptbau sowie Neubau verweilen, im Museum «Gegenwart» zusätzlich 150. Zum Vergleich: «An einem durchschnittlichen Tag begrüssen wir rund 1000 Personen – verteilt über den ganzen Tag», sagt Gerig.

Wirklich eingeschränkt sind daher nur die Besucher der Sonderausstellung, die auf maximal 50 Personen gleichzeitig beschränkt ist. Ebenso ist die Besucherzahl in den Museumsshops analog der Regeln im Detailhandel limitiert. Führungen gibt es zurzeit nur für ganz kleine private Gruppen. Das Maximum ist vier Personen plus ein Guide, damit die Vorgabe des Bundes eingehalten werden kann.