FC Basel
Die nächste Spielzeit wird zur «Saison der Wahrheit» für den FCB

Auch wenn am Sonntagabend auf dem Barfüsserplatz die rot-blaue Meister-Party steigen könnte, sind die Klubverantwortlichen längst mit der Vorbereitung für die Saison 2012/13 beschäftigt.

Georges Küng
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Der FC Basel ist Schweizer Meister
23 Bilder
Gilles Yapi
Torhüter Yann Sommer, Coach Thorsten Fink und Gilles Yapi
Costanzos letzter Auftrit für den FCB
Xherdan Shaqiri
Coach Thorsten Fink mit Markus Steinhöfer bei der Meisterfeier
Der FC Basel ist zum 14. Mal Schweizer Meister
FCB-Captain Franco Costanzo jubelt mit seinen Teamkollegen
FCB-Youngster Xherdan Shaqiri mit dem Pokal
Die Fans stürmen nach dem Schlusspfiff den Platz
Der FCB feiert den 14. Meistertitel
«Tradition verbindet» - die Spieler auf der Ehrenrunde mit dem schwarzen Meistershirt
Der Meistertrainer: Thorsten Fink gibt sich zurückhaltend
«Dangge Basel»: Franco Costanzo verlässt den Verein nach fünf Jahren
Der FCB hat das Spiel zu jeder Zeit im Griff
Kurz vor Schluss verabschiedet sich Franco Costanzo vom FCB - Standing Ovations!
Das Stadion kocht: Es zählt!
Die FCB-Fans sind bereit

Der FC Basel ist Schweizer Meister

Dürfen die Basler am Sonntag feiern?

Das Bier steht noch vom letzten Wochenende kalt, als der FC Basel die Möglichkeit erhielt, bereits zum jetzigen Zeitpunkt in der Saison als Meister festzustehen. Doch juristische Querelen verhinderten die verfrühte FCB-Meisterfeier.

An diesem Sonntag nach dem Match gegen Lausanne könnte der FCB aber definitiv seinen 25. Titelgewinn feiern. Mit einem Sieg gegen die Waadtländer hängen die Basler all ihre Verfolger ab und stehen so früh wie noch kein Team (seit der Einführung des neuen Modus in der Saison 03/04) als neuer Meister fest. (zam)

Dies heisst, dass der Oberbaselbieter mit einem Kontrakt bis zum 30. Juni 2014 (mit Option auf ein weiteres Jahr) ausgestattet würde. Dies wäre übrigens auch ganz im Sinne von Degen, der in seinem Kollegenkreis klar verkündet, dass «ich meine Laufbahn beim FC Basel beenden möchte».

Explosiver Mix

Unter den Berner Lauben ist es ein offenes Geheimnis, dass David Degen lieber heute als morgen von der Aare an den Rhein wechseln möchte. Die Degen-Zwillinge im gleichen Team zu haben kann belebend sein - und ist gleichzeitig ein explosiver Mix.

Taulant Xhaka wird auch die nächste Saison leihweise bei den Grasshoppers spielen. Und weil Kay Voser in der neuen Spielzeit wieder einsatzbereit sein sollte, hat Basel auf den beiden Aussenverteidiger-Position vier Spitzenleute (Degen, Park, Steinhöfer und Voser). Ganz nach dem rot-blauen Credo, wonach jede Position mindestens zweifach besetzt sein muss.

Wer kommt, wenn Xhaka geht?

«Für Granit Xhaka sind nun konkrete Anfragen eingetroffen. Doch von einem baldigen Transfer sind wir noch weit entfernt», so Heitz. Mit dem Youngster Xhaka und dem Rücktritt von «Oldie» Huggel entsteht im zentralen Mittelfeld ein Vakuum, das zwar auf den ersten Blick mit Gilles Yapi, Cabral oder Fabian Frei kompensiert werden kann. Es ist aber sicher, dass ein Wegzug von Xhaka kompensiert würde. «Wir sind auf dem Spielermarkt immer präsent. Wir haben interessante Spieler im Fokus», so der Sportdirektor. Ohne dabei Namen zu nennen.

Auf den Aussenbahnen dürfte es kaum noch zu Fluktuationen kommen. Für Xherdan Shaqiri ist mit Mohamed Salah ein würdiger und ebenso grosses Talent verpflichtet worden. Mit Stephan Andrist, Valentin Stocker, Fabian Frei, Salah und Jacques Zoua und eventuell David Degen ist dieser Part sowohl quantitativ wie qualitativ hervorragend besetzt. Für Scott Chipperfield (36) dürfte es im letzten Heimspiel gegen die Young Boys zu einem symbolischen Teil- und Schlusseinsatz kommen. Nach 13 Spielzeiten im rot-blauen Trikot ist für den Australier mit Bürgerort im Emmental endgültig Schluss.

Dingsdag käme sehr gerne...

5,5 Millionen Gewinn

Am nächsten Montag lädt der FC Basel zur 120. ordentlichen Generalversammlung ein. Dabei wird Finanzchef Mathieu S. Jaus einen Reingewinn von gut 5,5 Millionen Franken ausweisen können. Und dies bei einem Umsatz von gegen 65 Millionen Schweizer Franken. Zum guten Ergebnis hat auch der im Januar 2011 in die Ukraine verkaufte Samuel Inkoom (rund 12 Millionen Franken) beigetragen. Dass ohne diese Einnahme der FCB rote Zahlen schreiben würde, lässt Koordinator Georg Heitz so salopp formuliert nicht gelten. „Der FC Basel hat, wie alle anderen Klubs, ein strukturelles Defizit. Doch mit den Einnahmen von Inkoom konnten wir ganz anders haushalten, verpflichten und haushalten. Entfällt eine solche Einnahme, wird anders budgetiert. Natürlich gibt es im Fussball stets ein Restrisiko - wir halten dieses jedoch so tief wie nur möglich". Und auch das Jahr 2012 wird „fett" sein. Champions-League-Einnahmen und Transfererlöse von Xherdan Shaqiri und eventuell Granit Xhaka werden dazu führen, dass der FCB in einem Jahr in etwa die gleichen Zahlen und gute Bilanz ausweisen wird. (GK)

Geht Abraham, so wird sein Nachfolger mit grösster Wahrscheinlichkeit Sion-Abwehrchef Michael Dingsdag (30) sein. Der Niederländer wird das Wallis verlassen, «jedoch in der Schweiz bleiben», liess er schon mal im welschen Blätterwald verbreiten. Man muss nicht Prophet sein, um zu erahnen, wo die nächste Station sein wird.

Kurzum: Den von vielen befürchteten grossen Umbruch wird es nicht geben. Abgänge werden gezielt ersetzt und «zwar in der gleichen Qualität», wie die Verantwortlichen durchblicken lassen. An der Vormachtsstellung des FC Basel wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern.

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