Der Basler Hafenkran am Klybeckquai sollte schon diesen Sommer mit Gedeck und Bewirtung aufwarten. Das Geschenk der Firma Novartis an den Kanton Basel-Stadt hatte auch schon einen Betreiber mit sich gebracht: Den Basler Gastro-Unternehmer Simon Lutz.

Doch jetzt fährt die Beiz bereits eine erste Verspätung ein. Wie die «TagesWoche» am Donnerstag berichtete, sei es kaum wahrscheinlich, dass die Kranbeiz noch dieses Jahr eröffnen werde. Der Grund seien verschiedene Auflagen, die laut Betreiber Simon Lutz «eine kleine Verzögerung» mit sich gebracht hätten. Die eigentliche Baueingabe für das Projekt solle in der kommenden Woche erfolgen. 

Danach könnten immer noch Einsprachen die Nutzung als Beiz in Gefahr bringen. Vor allem ein Beschwerdeführer hat das Projekt im seit längerem im Visier und rekurrierte bereits zu einem früherem Zeitpunkt gegen das Hafenkran-Geschenk. Lutz rechnet daher entsprechend mit Einsprachen, sobald die Baueingabe erfolgt ist. Er hoffe aber, dass es ohne gehe. 

Kanton will den Betrieb

Ursprünglich war vorgesehen, dass das Kran-Restaurant am Klybeckquai bereits diesen Frühling eröffnen sollte. Das wurde auch vom Kanton so erwartet, dem das tonnenschwere industrieromantische Schmuckstück am Hafenbecken mittlerweile gehört. Das Interesse an einer Eröffnung in diesem Jahr sei nach wie vor gross, sagte ein Sprecher des Bau- und Verkehrsdepartements im Bericht. Sollte es allerdings nicht mehr gehen, dann sei es eben so.

Die Behandlung von Baueingaben bedarf beim Kanton allerdings gewisser Wartezeiten, die um die drei Monate dauern können. Ob es also noch knapp auf die Sommersaison 2018 reicht, ist daher fraglich. Lutz selbst gibt sich ebenfalls vorsichtig und will sich nicht darauf festlegen, ob die neue Bar mit Food-Angebot im alten Hafenkran nun dieses Jahr oder erst im nächsten Jahr eröffnen werde.