Smart City

Die SBB machen Basel zu einer Grossbaustelle

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Richtprojekt Areal Basel Wolf

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Auf dem Wolf-Bahnhof werden Hallen zwischengenutzt bis zum Baustart der Smart City.

Die Güterhallen 1-4 auf dem Wolf-Areal sollen um- und zwischengenutzt werden. Dies geht aus einem Baugesuch hervor, das im aktuellen Basler Kantonsblatt publiziert ist. So weit, so unspektakulär. Mehr Aufsehen erregt die Tatsache, dass die Bauherrin die SBB ist und das Begehren mit dem gestarteten Grossprojekt Smart City Lab auf dem Wolf-Areal zusammenhängt. 2024 soll dort der Rückbau der Bahninfrastruktur, beziehungsweise die Arealentwicklung beginnen – und Basel einen neues Quartier als Zukunfts-Hub erhalten, das Gewerbe, Wohnen und Logistik sowie die Technologien der Zukunft miteinander vereint.

Vier Grossprojekte auf kleinem Kantonsgebiet

Das ambitionierte Projekt, für das die SBB mit dem Kanton Basel Stadt kooperieren, ist indes nicht das einzige Bauvorhaben der Bundesbahnen, welches das Stadtbild in den kommenden Jahren prägen wird. Gleich vier weitere Grossprojekte haben die SBB in der Pipeline. Gemeinsam mit der Post planen die SBB am Bahnhof die Nauentor-Überbauung mit drei Hochhäusern, sie soll 2028 fertiggestellt sein. Zusätzlich möchte sie am Walkeweg sowie rund um den Bahnhof St. Johann neue Wohnräume entstehen lassen. Schliesslich soll auch das ehemalige Güterareal Volta-Nord zu einem urbanen Wirtschafts- und Wohnraum transformiert werden.

Die Bagger werden in den nächsten Jahren dank den SBB-Plänen vielerorts im grossen Stil anrollen. Das Gesuch für eine Zwischennutzung der Güterhallen auf dem Wolf, in den schon heute verschiedene Smart-City-Projekte von der Velokurier-Zentrale über vertikale Indoor-Farmen und E-Batterie-Recycling bis zur smarten Verkehrslenkung untergebracht sind, wird in Erwartung der SBB-Bauoffensive beinahe schon zur Randnotiz.

Für Lukas Ott, Leiter der Basler Stadtentwicklung, ist die SBB-Bauoffensive jedoch kein Alarmsignal - im Gegenteil: «Auf den ehemaligen Güterarealen der SBB, die durch den Strukturwandel frei werden, bieten sich grosse Chancen für die Stadtentwicklung. Hier entsteht mit den neuen Stadtquartieren für Wohn- und Gewerbenutzungen eine neues Stück Basel. Gerade für die Wohnraumentwicklung ist bedeutend, dass damit mehr und bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden kann», sagt er.

Entscheidend für eine fruchtbare Entwicklung in der Stadtplanung sei in diesen Fällen eine enge Zusammenarbeit der beiden Akteure. «Kanton und SBB verfolgen hier den gemeinsamen Anspruch, Bahninfrastruktur und qualitätsvolle Entwicklung miteinander zu vereinbaren», so Ott. 

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