Belle und Biest

Die schöne Bühne ist ein Biest - bis zur Basler Musical-Premiere

Das Musical «Die Schöne und das Biest» verzaubert zur Zeit in Basel mit seiner Märchenwelt. Doch nicht nur auf, sondern auch hinter und unter der Bühne gibt es Einiges zu bestaunen: Wir nehmen Sie mit auf einen Rundgang hinter die Kulissen.

Kahl, farblos und trist. So lässt sich die Szene auf der Bühne vom Musical «Die Schöne und das Biest» zusammenfassen. Nicht, wenn die Show läuft, sondern während der Installationen vor der ersten Aufführung. Kaum wird aber das Licht angeschaltet und der Rauch angestellt, befindet man sich mitten in der farbigen Welt dieses Märchens.

Doch diese Tristesse im Vorfeld ist wichtig, damit das Stück überhaupt funktionieren kann. Jeweils an einem Tag wird die Drehbühne, das Herz des Bühnenbildes, installiert. «Das ist eine absolute Besonderheit. Normalerweise hat das Theater, in dem wir spielen, seine eigene Drehbühne. Doch wir bringen für diese Produktion unsere eigene immer mit», so Zoltán Sándor, Tourneeleiter von «Die Schöne und das Biest». Durch die immer gleiche Grösse der Drehbühne würden Unfälle und Blockaden verhindert.

Insgesamt vier LKW brauchte die Crew, um die Bühne, das Bühnenbild und die Kostüme, die alle aus dem Budapester Operettenhaus stammen, zu transportieren. Weitere drei haben die Utensilien für Beleuchtung und Ton angeliefert. «Diese Show ist eine superaufwendige Produktion», so Sándor. Dies ist unter anderem so, weil die Bühne verschiedene Teile hat, die unabhängig voneinander bewegt werden können. So können die Flügel links und rechts mit Hilfe eines Schnürbodens nach vorne oder hinten gefahren werden, um das Bühnenbild zu verändern.

Hinzu kommt, dass über 100 verschiedene Kostüme und über 50 Perücken benötigt werden, um dieses Musical zu inszenieren. Alleine Hauptfigur Belle hat vier verschiedene Roben. Und weil jede Figur zwei bis drei Mal besetzt ist, auch das Biest, braucht es beispielsweise drei separate, allesamt mit echtem Büffelhaar bestückte Kopfteile für die zweite Hauptfigur. Doch nicht nur auf und hinter, sondern auch unter der Bühne wird gearbeitet. Denn dort befindet sich der Orchesterraum. Auf engstem Raum sind dort während den Aufführungen 22 Musiker versammelt. «Wir bringen unser eigenes Orchester und eigene Instrumente mit», betont Sándor.

Die Schöne und das Biest läuft noch bis am 13. Dezember im Musical Theater.

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