Am 18. Oktober sind Wahlen, und in der kommenden Legislaturperiode wird das Thema Europa hohe Priorität geniessen. Umso erstaunlicher ist es, dass im gegenwärtigen Wahlkampf Europa kein Thema ist. Viele Kandidaten weichen geradezu aus, wenn man sie auf Europa anspricht. Die Neue Europäische Bewegung Schweiz (Nebs) will das ändern und lädt deshalb zur Diskussion mit Nationalratskandidaten aus der Region.

Im Fokus steht dabei die Frage, wie sich die Beziehungen zwischen der Schweiz und Europa weiter entwickeln lassen, obwohl in der Schweiz derzeit Fragen der Souveränität und Unabhängigkeit betont werden – und die EU zusehends mit sich selber beschäftigt ist und darauf konzentriert sein dürfte, ein Auseinanderdriften der Mitgliedstaaten zu verhindern.

Für die Nebs steht dabei im Zentrum, dass sich nicht nur absolute Euroskeptiker und totale Euroturbos ins Gespräch einbringen, sondern auch Politiker, die sich für eine massvolle Weiterentwicklung der Beziehung mit Europa einsetzen. Verständnis für Europa brauche es, auch wenn man nicht der EU beitreten wolle, weil Europa und die EU so oder so ein wichtiger Eckpfeiler der Schweizerischen Aussenpolitik sei und bleiben müsse.

Europadiskussionen finden diese Woche in der ganzen Schweiz statt. In Basel diskutieren morgen Mittwoch Abend Eric Nussbaumer (Nationalrat SP, BL), Anna Ott (Grüne, BL), Christa Tobler (Universität Basel) und Daniel Stolz (Nationalrat FDP, BS). Die Gesprächsleitung hat bz-Chefredaktor Matthias Zehnder. (bz)

Podiumsdiskussion:
Am Mittwoch, 23. 9. 2015, 20.15 Uhr im
Merian-Saal des Hotels Merian, Basel