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Die Schweizer Uhrenbranche hat an der Baselworld ein Heimspiel

219 Schweizer Uhrenaussteller stellen heuer in Basel aus, 39 Schweizer Schmuckaussteller sowie 30 weitere Schweizer Marken. Sie sind höchst erfolgreich.

Matthias Zehnder
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Heimspiel der Schweizer Uhrenindustrie
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Die Schweizer Mondaine zeigt ihre erste Smartwatch in Basel.
«Passion and Success» – Leidenschaft und Erfolg: LMVH-Uhrenchef Jean-Claude Biver hält bei Hublot eine Pressekonferenz.key
An der Baselworld sind alle grossen Luxusgütermarken vertreten, hier Chanel.
Strenger Wächter zwischen strengen Blumen: Die Stände der Uhrenmarken sind scharf bewacht.
Am Pressetag polieren die Aussteller ihre Vitrinen auf Hochglanz.
Uhren sind «a girls best friend» – und umgekehrt, natürlich.

Heimspiel der Schweizer Uhrenindustrie

Martin Toengi

Die Schweizer Uhrenhersteller verkaufen für rund 21 Milliarden Franken Uhren im Jahr. Den Löwenanteil machen dabei mechanische Uhren aus: Letztes Jahr verkaufte die Branche mechanische Uhren im Wert von rund 17 Milliarden Franken. Quarz-Uhren machen nur 4 Milliarden Franken Umsatz.

94 Prozent der verkauften Uhren aus der Schweiz kosten weniger als 3000 Franken. Nur 6 Prozent der Uhren kosten mehr. Mit diesen 6 Prozent macht die Branche aber zwei Drittel ihres Umsatzes. Die Zahlen zeigen: Stückzahlenmässig ist die Uhr auch in der Schweiz ein günstiges Produkt. Das Geschäft macht die Branche aber mit den Uhren im oberen Preissegment.

Der wichtigste Absatzmarkt der Schweizer Uhrenbranche ist Asien (53 Prozent), gefolgt von Europa (31 Prozent) und Amerika (14 Prozent). Nur je ein Prozent der Schweizer Uhren geht nach Afrika und nach Australien. Wenn Asien hüstelt, dann schüttelt es die Schweizer Uhrenbranche.

Die Zahlen zeigen: Die Schweiz ist ein Riese, wenn es um die Produktion von Uhren geht – aber ein Zwerg als Uhrenmarkt. Es überrascht deshalb nicht, dass Apple ihre Smartwatch in Australien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Hongkong, Japan, Kanada und den USA auf den Markt bringt – aber nicht in der Schweiz. Dafür ist sie als Markt zu unbedeutend.

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