Eine spekulative Einschätzung, wem welches Schicksal droht und wer auf einen neuen Vertrag hoffen darf.

Karrierenende droht

Das bittere Ende einer schillernden Karriere, auch das ist nicht ausgeschlossen: Michel Riesen (35), droht nach 715 NLA-Spielen, über 100 NLB-Einsätzen und NHL-Vergangenheit das Aus. Die Frage bei ihm lautet: Wer würde seinen noch laufenden Vertrag (1 Jahr) übernehmen?

Das gleiche Schicksal könnte Torhüter Urban Leimbacher (33) ereilen – die Goaliepositionen der meisten Clubs sind besetzt. Eventuell könnte sich beim HC Thurgau eine Türe für ihn öffnen, denn die Ostschweizer haben zwei junge Torhüter, der eine davon nur mit B-Lizenz unter Vertrag.

Chance in der NLA?

Matthias Rossi, der 23-jährige Stürmer, hat bereits über 80 NLA-Partien bestritten, zuletzt hat er in den Playoffs bei den Rapperswil-Jona Lakers überzeugt. Auch Pascal Wittwer, der pfeilschnelle Flügel, hat – obwohl bereits 29-jährig – durchaus Chancen, von einem Club übernommen zu werden. Verteidiger Louis Heinis (23) hat das Potenzial auf einen A-Vertrag.

Alle drei könnten beispielsweise in Biel zu einem Thema werden. Bei Rossi und Heinis wird es darauf ankommen, wie die Trainer und Sportchefs ihr Entwicklungspotenzial einstufen.

Ein Wechsel in der NLB

Nach wie vor sind in der NLB ein paar Kaderpositionen bei einigen Clubs offen: Langenthal und La Chaux-de-Fonds beispielsweise suchen noch einen erfahrenen Verteidiger, Ajoie, Visp und Martigny zeigen sich an der «Basler Konkursmasse» interessiert. Marco Schüpbach (36) könnte mit seinen 775 NLB-Einsätzen und seiner Erfahrung zu einem Thema werden. Oder die etwas jüngeren Kevin Ryser und Stefan Flückiger. Aber auch die andern Spieler (siehe Auffangbecken …) könnten – je nach Konstellation der Kaderzusammenstellung der B-Klubs – zu einem Thema werden.

Auffangbecken Stammverein oder 1. Liga?

Schwierig wird es für eine ganze Reihe von Spielern, und das aus verschiedenen Gründen: Yannick Kaufmann beispielsweise, der Captain des SCB-Elite-Junioren-Meisterteams, stand erst vor seinem Einstieg in den Profibetrieb, er kann auf eine Rückkehr zu seinem Stammverein hoffen. Möglicherweise ist auch Marco Vogt, der Oltner, bei seinem Stammclub eine Option.

Nicht einfach aber auch nicht aussichtlos ist die Ausgangslage für Nando Wüthrich (Ex-Langnau, 23), die eben erst transferierten Rolf Portmann (30), Florian Dähler (28), Patrick Meyer (Ex-Langenthal, 22), sowie Captain Marvin Frunz (26), Sebastian Sutter (23) oder Cyrill Scherwey (25). Noch schwieriger wird es für den zweiten Torhüter, Andrin Kunz.

Abwarten …

Abwarten – das gilt vor allem für die beiden Trainer Dino Stecher und Dominik Schär, wobei Stecher die weitaus besseren Karten hat. Aber auch für die beiden Kanadier Kyle Greentree und Brandon Buck. Naturgemäss werden sich im Trainerbusiness und auf den Ausländerpositionen früher oder später Alternativen ergeben.

Höchstwahrscheinlich werden sich auch eine Reihe von Spielern in Geduld über müssen, zumal auf dem Transfermarkt noch weitaus mehr Spieler als die Sharks-Akteure nach einem neuen Job suchen.