Wahlen
Die SP setzt bei den Wahlen auf alte erfahrene Kämpfer

Die SP Basel-Stadt hat ihre Kandidaten für den Grossen Rat nominiert. Nach dem herben Verlust bei den Nationalratswahlen setzt sie sich für die Wahlen im Herbst ein ehrgeiziges Ziel: Sie will im Kantonsparlament die Mehrheit erobern.

Andreas Maurer
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Antreten werden für das Basler Kantonsparlament neu etwa alt Nationalrat Ruedi Rechsteiner.

Antreten werden für das Basler Kantonsparlament neu etwa alt Nationalrat Ruedi Rechsteiner.

Keystone

Eigentlich verlangen die Statuten der SP von ihren Grossräten nach zwölf Jahren im Amt den Rücktritt. Grossrätin Christine Keller hält sich daran: Die alt Nationalrätin tritt im Herbst nicht mehr an.

SP-Gesundheitsexperte Philippe Macherel hingegen will weitermachen, obwohl er dabei die Amtszeitbeschränkung verletzt. Um dies zu ermöglichen haben die SP-Delegierten eine Ausnahme ermöglicht.

Das dafür nötige Zwei-Drittel-Mehr kam problemlos zustande. Matthias Scheurer, Präsident der Sektion Grossbasel Ost, setzte sich vor den Sozialdemokraten für den Präsidenten der Gesundheitskommission ein: «Wir brauchen Macherel im Wahlkampf als Zugpferd.»

Erfahrene Mitglieder

Um die Wahlverluste der letzten Jahre zu korrigieren, hat die Parteileitung zudem mehrere erfahrene Parteimitglieder zu einer Kandidatur überzeugt. Antreten werden für das Basler Kantonsparlament neu etwa alt Nationalrat Ruedi Rechsteiner, FCB-Fanarbeiter Thomas Gander oder Geschichtsprofessor Leonhard Burckhardt.

Rechsteiner sagt gegenüber der bz, dass er sich von der Basler SP einen expliziteren Auftritt wünscht. Wie man Politik nicht machen sollte, sehe man laut Rechsteiner im Baselbiet: «Wegen der bürgerlichen Regierung läuft dort alles schief.»

Als Beispiele nennt er die Finanzen und die Deponien. Die rot-grün dominierte Basler Regierung agiere viel geschickte. Doch das allein genüge nicht: «Wir brauchen auch im Parlament eine Mehrheit.» Die SP übte sich in Zuversicht, dieses Ziel bei den Wahlen im Herbst zu erreichen.