Umbau
Die St. Jakobshalle wird saniert – ein 25-Tonner ist Stein des Anstosses

Die St. Jakobshalle wird saniert und umgebaut. Zum Start der Umbauarbeiten haben die Verantwortlichen einen Grundstein gelegt. Er wiegt ganze 25 Tonnen und wird unter einer Säule das imposante Vordach der neuen Halle stützen.

Tobias Müller
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Der gigantische Brocken soll so lange vor der neuen St. Jakobshalle liegen, bis diese irgendwann abgerissen wird.

Der gigantische Brocken soll so lange vor der neuen St. Jakobshalle liegen, bis diese irgendwann abgerissen wird.

Keystone

Die Umbau-Verantwortlichen der St. Jakobshalle hätten es sich auch leichter machen können. Es ist ja üblich, dass man bei einer Grundsteinlegung irgendwelche Gegenstände aus der Gegenwart, seien es Tonträger oder aktuelle Zeitungen, in ein Loch versenkt und dann den ersten Pfeiler des zu sanierenden Gebäudes setzt.

Bei der Grundsteinsetzung für den Umbau der St. Jakobshalle lief da ein wenig anders ab: Ein 25 Tonnen schwerer Brocken wurde mühsam auf den Platz vor der Halle gesetzt. Bis der Stein richtig positioniert war, waren viele Handgriffe der Bauarbeiter notwendig. Zwei-, dreimal musste korrigiert werden, bis dann alle wirklich zufrieden waren.

Der Stein soll unter einer Säule das imposante Vordach der neuen Halle stützen, sichtbar für die Besucher. «Unverrückbar», nennt Künstler Eric Hattan sein Projekt. Der Brocken, irgendwo im Kanton Aargau geborgen und nach Basel transportiert, solle so lange an Ort und Stelle bleiben, «bis die Halle abgerissen wird». Ein Zeichen der Stabilität der neuen Halle, sozusagen.

3000 Zuschauer mehr

Schon seit 2009 ist klar, dass die St. Jakobshalle dringend renoviert werden muss, um neuen Sicherheitsvorschriften zu genügen. Man wolle die Infrastruktur verbessern, den Brandschutz und die Gebäudetechnik auf den neusten Stand bringen. Und die Fluchwege «den neuen Gegebenheiten anpassen», heisst es im Dossier. Die Halle in der Brüglinger Ebene wurde 1975 eröffnet. Seither finden dort Anlässen in den Bereichen Kultur und Sport statt. Auch währen des Umbaus werden diese durchgeführt, was den Bau zeitlich aufhalten wird.

Auch darum sei der vorgegebene Zeitplan «ambitiös», sagen die Organisatoren. Bisher liege man aber noch im Zeitplan. Ende 2018 soll die Sanierung abgeschlossen sein, welche rund 110 Millionen Franken kostet. 12 000 Zuschauer sollen ab dann auf den 22 000 Quadratmetern Platz finden – 3000 mehr als bisher.