Die Basler Stadtgärtnerei will Ende November 219 Bäume aus Sicherheitsgründen entfernen. Zehn weitere als gefährlich eingestufte Bäume auf öffentlichem Grund sollen durch einen starken Rückschnitt vorläufig gesichert werden.

Die insgesamt 229 Bäume sind im Rahmen der regelmässigen Kontrollen in den Sommermonaten als gefährlich eingestuft worden, wie das Bau- und Verkehrsdepartement gestern Montag mitteilte. Die Standorte der betroffenen Bäume werden im Kantonsblatt publiziert. Vor Ort sind sie mit einem roten Punkt markiert.

Nebst einem hohen Alter seien Schädlinge, Pilzkrankheiten sowie Sturm- oder Klimaschäden Gründe, warum ein Baum gefällt werden muss. Bodenverdichtungen und Einwirkungen durch Streusalz können ebenfalls die Sicherheit eines Baumes negativ beeinflussen, heist es weiter. In Basel stehen rund 26 000 Bäume auf öffentlichem Grund.

Das Fällmobil räumt auf

Im Durchschnitt werden pro Jahr rund ein Prozent dieser Bäume ersetzt. Rund 120 000 Franken sind für die Fällarbeiten budgetiert. Diese werden von einer externen Firma erledigt, meist direkt mit einem Fällmobil -Maschine, welche die gefällten Bäume vor Ort gleich auflädt.

Vereinzelte Bäume lässt die Stadtgärtnerei zudem entfernen, weil sie andere Bäume in ihrer Entwicklung behindern. Alle gefällten Bäume werden im nächsten Frühjahr oder Herbst durch Jungbäume ersetzt.

Mit den Ersatzpflanzungen soll der Baumbestand der Stadt Basel gemäss Mitteilung sicher, stabil und gesund bleiben. Die vorläufig durch Rückschnitt gesicherten zehn Bäume werden weiter beobachtet und falls nötig gefällt, wie bei der Stadtgärtnerei auf Anfrage zu erfahren war.

Der Sommer hat einigen Bäumen den Rest gegeben

Erst vereinzelt spürbar sei die lang anhaltende Trockenheit des diesjährigen Sommers. «Das gab einigen bereits angeschlagenen Bäumen noch den Rest», sagt Simon Leuenberger von der Stadtgärtnerei. Die gesamten Auswirkungen der Trockenheit auf die Stadtbäume würden sich erst bei den Kontrollen im kommenden Jahr zeigen.

Der Entscheid einen Baum zu fällen sei jeweils das Ergebnis von ein bis zwei Jahren Beobachtung. Allerdings sei selbst nach dem Hitzesommer 2003 die Anzahl in den Folgejahren nur leicht gestiegen, so Leuenberger.

Bereits vor ein paar Monaten warnte die Stadtgärtnerei davor, dass aufgrund der Trockenheit das Risiko von abbrechenden Ästen steigt, da die Bäume aufgrund des Wassermangels ihr Geäst nur noch ungenügend versorgen können. «Wir haben die Kontrollen erhöht», sagt Leuenberger. Konkrete Massnahmen hätten aber keine ergriffen werden müssen.

Die Stadtgärtnerei muss immer noch bewässern

Doch auch wenn die Temperaturen in den letzten Wochen gesunken sind, die Trockenheit ist für die Bäume noch nicht vorbei. «Die paar Regentropfen haben kaum etwas gebracht», sagt Leuenberger. Noch immer sei die Stadtgärtnerei verstärkt am Bewässern der Bäume.

Gleichzeitig sind die Verantwortlichen schon seit längerem daran, das Baumsortiment an den Klimawandel anzupassen. So werden verstärkt auch trockenheit- und hitzetolerantere Baumsorten angepflanzt.