Abbau

Die UBS schliesst vier Geschäftsstellen in der Region Basel: Betroffen sind vor allem ältere Menschen

UBS hält am Hauptsitz Basel fest (Archiv)

Immer mehr Geschäftsstellen schliessen ihre Pforten.

UBS hält am Hauptsitz Basel fest (Archiv)

Bereits Ende März schliesst die UBS 44 ihrer Geschäftsstellen in der Schweiz, das ist jede fünfte Filiale. Auch in Basel und im Baselbiet machen vier Filialen zu.

Die Grossbank UBS will bis Ende März 2021 jede fünfte Filiale in der Schweiz schliessen. Das berichtete die NZZ gestern Dienstag. Nun steht auch fest, welche Filialen in den beiden Basel konkret betroffen sind. So schliessen in der Stadt die Standorte Ahornhof, Gellert und St. Johann. Im Baselbiet ist lediglich die Filiale an der Hauptstrasse in Birsfelden betroffen. Gemeindepräsident Christof Hiltmann bedauert zwar den Rückzug, dieser komme aber nicht unerwartet: «Die Filiale wurde immer weiter verkleinert und nur noch reduziert betrieben.» Zwar gibt es in Birsfelden jetzt noch eine kleine Geschäftsstelle der BKLB, eine grösser Bankenfiliale hat die Gemeinde nach der UBS-Schliessung aber nicht mehr.

Dass bis März drei Filialen in der Stadt und lediglich eine auf dem Land schliessen werden, sei nicht Teil einer übergeordneten Standortstrategie, sagt die UBS auf Anfrage. Betroffen seien diejenigen Geschäftsstellen, die wenig genutzt werden. Schweizweit schliesst die Grossbank 44 ihrer insgesamt 239 Filialen.

Besonders ältere Menschen benutzen die Geschäftsstellen

Als Grund für die Aufgabe jeder fünften Geschäftsstelle gibt die Grossbank das veränderte Kundenverhalten an: Mehr als zwei Drittel der UBS-Kunden würden bereits vorwiegend digital mit der Bank kommunizieren, sagte UBS Schweiz-Chef Axel Lehmann gegenüber der NZZ. Doch nicht alle Kunden wickeln ihre Bankgeschäfte digital ab. Besonders ältere Menschen sind mit E-Banking oft überfordert und pflegen Einzahlungen vor Ort zu tätigen. Aus diesem Grund sieht Martin Matter von der Altersorganisation Grauer Panther Nordwestschweiz in der erneuten Einstellung der Filialen vor Ort eine Diskriminierung für ältere Leute: «Auch immer mehr Post- und Bahnschalter wurden in den letzten Jahren geschlossen. Es gibt aber tatsächlich noch Menschen, die analog in der Welt unterwegs sind». 

Zu Entlassungen soll es wegen der Filialschliessungen laut UBS nicht kommen. Die rund 150 betroffenen Mitarbeiter sollen so weit wie möglich an anderen Standorten und in anderen Bereichen eingesetzt werden.

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