Die Kritik, dass es trotz valabler Bewerbungen kaum Frauen bis in die Endrunde geschafft hatten, zeigte Wirkung: An der Uni Basel ist das Berufungsverfahren für die Nachfolge des Theologie-Professors Ekkehard Stegemann zum zweiten Mal angelaufen (die bz berichtete). Am Mittwoch fand der erste Runde Tisch der Berufungskommission statt. Über dessen Verlauf und den Ablauf schweigt sich die Uni hingegen mit Verweis auf das laufende Verfahren aus.

Dünne Stellungnahme

Auskünfte gibt es nun keine mehr von der theologischen Fakultät. Diese verweist an die Kommunikationsabteilung. «Die Bewerbungen werden detailliert einzeln geprüft», schreibt Kommunikations-Leiter Matthias Geering auf Anfrage der bz in einer eher dünnen Stellungnahme. Ob das bedeutet, dass alle eingegangenen Bewerbungen für den Fachbereich Neues Testament erneut geprüft werden oder nur diejenigen, die es bis in die Endrunde geschafft haben, lässt Geering offen: «Über die Arbeit der Berufungskommission geben wir im Detail keine Auskünfte.»

Unter den 37 Bewerbern für die Professur im Fachbereich Neues Testament befanden sich ursprünglich zehn Frauen. Nur zwei von ihnen schafften es bis in die Endrunde. Bisher sind alle neun Professuren an der theologischen Fakultät der Uni Basel mit Männern besetzt. (hpa)