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Die Universität Basel legt den Entwurf für Strategie 2022-2030 vor

Die Universität Basel will sich weiterhin als «ausgezeichnete Lehr- und Forschungsinstitution» positionieren. (Symbolbild)

Die Universität Basel will sich weiterhin als «ausgezeichnete Lehr- und Forschungsinstitution» positionieren. (Symbolbild)

Die Universität Basel hat ihre neue Strategie in die interne Vernehmlassung geschickt. Das Papier zeigt auf, wie sich die älteste Hochschule der Schweiz als «profilierte Volluniversität» von 2022 bis 2030 weiter entwickeln soll.

Die Universität Basel will sich gemäss einer Mitteilung vom Freitag weiterhin als «ausgezeichnete Lehr- und Forschungsinstitution» positionieren. Dabei wird die regionale Verankerung als ebenso wichtig erachtet wie die internationale Vernetzung.

Ihren Studierenden will die Uni Basel ein «anspruchsvolles, vielseitiges Studium» ermöglichen. Mit wissenschaftlichen Höchstleistungen will die Hochschule zudem in den nächsten Jahren ihre internationale Sichtbarkeit und Attraktivität weiter steigern.

Think Tank für neue Forschungsgebiete

Die Uni will sich dabei nicht auf ihre bestehende Forschungsgebiete beschränken, sondern auch neue Themen erschliessen. Dazu soll ein Think Tank geschaffen werden, der das Rektorat in solchen Fragen berät. Um bestimmte Forschungsgebiete zu stärken, will die Uni Basel verstärkt mit andern universitären Hochschulen im In- und Ausland zusammenarbeiten.

Eine zentrale Rolle will die Uni Basel künftig im regionalen Innovationssystem einnehmen. Dabei soll die Gründung von Spin-offs und Start-ups gefördert und die Zusammenarbeit mit Unternehmen verstärkt werden. Die Freiheit von Lehre und Forschung soll dadurch aber nicht in Frage gestellt werden, wie es im Communiqué heisst.

Das Strategiepapier enthält auch zwei konkrete Projekte. So soll im Rahmen des Eucor-Verbundes von fünf Hochschulen am Oberrhein der europaweit führende Innovationscluster für Life Sciences entstehen. Neben der Universität Basel gehören dem trinationalen Eucor-Verbund auch die Universitäten Freiburg, Haute-Alsace, Strassburg und Karlsruhe an.

Ein weiteres Projekt ist die internationale Plattform «Forum Basiliense». Im Rahmen internationaler Projekte sollen dort aktuelle, politisch, ökonomisch und wirtschaftlich relevante Fragen behandelt werden.

Mehr Geld nötig

Um ihre Strategie umsetzen zu können, braucht die Universität Basel mehr Geld. Sie will deshalb ihre Finanzierungsbasis erweitern und mehr Drittmittel beschaffen. Dazu will sie das Fundraising ausbauen und professionalisieren. Gleichzeitig sei sie aber auch auf genügend Unterstützung der beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Baselland und des Bundes angewiesen, hält die Uni fest.

Der vom Universitätsrat verabschiedete Entwurf der Strategie 2022-2030 geht nun innerhalb der Universität in die Vernehmlassung. Die definitive Fassung soll im Herbst vorliegen. Sie bildet auch eine der Grundlagen für die Verhandlungen mit den Trägerkantonen über die Leistungsperiode 2022-2025.

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