In Basel hat mutmasslich der grösste Schweizer Anlagebetrug stattgefunden. Nur ungern erinnert sich die Stadt, wie sie Behring hofierte. Die „Schweiz am Sonntag“ berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, wie Ständerätin Anita Fetz dem „lieben Dieter“ schrieb, als er sich mit einer – später zurückbezahlten – Spende an ihrem Wahlkampf beteiligte. Der damalige Basler Finanzdirektor Ueli Vischer zeigte sich in einem persönlichen Schreiben an Behring noch im Juli 2004 empört über die „zum Teil wirklich bösartigen Artikel über Ihre Person“.

Nach Akten, die der „Schweiz am Sonntag“ vorliegen hatte die Postfinance bereits im Juni 2004 bei der Meldestelle für Geldwäscherei eine Anzeige gemacht, was zu einer kurzfristigen Kontosperre führte. Weil die eingeschaltete Bundesanwaltschaft nicht in der Lage war in nützlicher Frist die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens zu begründen, wurde diese wieder aufgehoben.

Erst im September 2004 wurde dann ein offizielles Verfahren eröffnet. Eine Anklage steht jedoch weiterhin aus, obwohl die Bundesanwaltschaft vor zwei Jahren eine Task-Force für den Fall eingesetzt hat. Die „Schweiz am Sonntag“ schreibt, dass die Bundesanwaltschaft in ihrer Anklageschrift den Tatverdacht des Betrugs vermutlich gegen Mitbeschuldigte fallenlassen wird.