Obwohl sich die Region Basel mittlerweile Hitzewellen gewohnt sein muss, ächzen Stadt und Land derzeit unter den Temperaturen. Der Grund sind massiv heisse Luftmassen, die vom afrikanischen Kontinent nach Europa getragen werden. Für die Region Basel hat der Bund daher die Gefahrenstufe 4 erlassen – die höchste Stufe, die derzeit nur das Wallis und das Tessin erreichen.

Am Mittag kratzte das Thermometer vielerorts an der 30-Grad-Marke. In Chur wurden bereits 31,3 Grad gemessen, in Basel-Binningen 29,9 Grad und in Bern-Zollikofen 28,1 Grad. Der Dienstag dürfte verbreitet zum Hitzetag werden mit Temperaturen deutlich über der 30-Grad-Marke. Die höchsten Temperaturen im Rahmen der laufenden Hitzewelle werden für Mittwoch und Donnerstag erwartet, mit bis zu 39 Grad. In der ganzen Schweiz werden derzeit Massnahmen zur Milderung der Hitzewelle getroffen.

Der Juni 2019 könne daher alte Hitze-Rekorde brechen - den Anfang machte am Dienstagvormittag bereits der Pilatus. Auf dem 2128 Meter hohen Hausberg von Luzern wurden schon gegen 10 Uhr 21,7 Grad gemessen, 0,1 Grad mehr als beim letzten Rekord am 18. Juni 2013.

Hitzefrei auf Baselbieter Gemeinde

Derweil hat sich die Gemeinde Arlesheim bereits ein Hitzefrei geschenkt. Die Öffnungszeiten der Gemeinderverwaltung wurden so angepasst, dass die Schalter nur noch morgens geöffnet sind. Bis auf Weiteres, also so lange die Hitzewelle andauert. Die höchste Gefahrenstufe betrifft nicht nur die Stadt Basel, sondern auch die Landschaft.

Derweil decken die Basler Verkehrs-Betriebe ihre Bauarbeiter mit Kopfbedeckungen ein. Generell gehören Baustellen derzeit zu den exponiertesten Arbeitsplätzen der Stadt. Die Gesundheitsbehörden empfehlen generell, die Sonne derzeit zu meiden, sich wenn möglich im Schatten aufzuhalten und vor allem auch ausreichend zu trinken.

Wärmeinsel, aber immerhin kühler Rhein

Hitzewellen sollen in Basel künftig häufiger zu Spitzentemperaturen führen. Wie die bz berichtete, liegt das unter anderem am Wärmeinsel-Effekt: Wo überbaute Flächen mit wenig Grün stehen, sammelt sich Hitze an, die durch mangelnde Zugluft auch kaum abgeführt werden kann. So wird die Stadt quasi zu einem Backofen, der sich über einen längeren Zeitraum weiter aufheizen kann.

Immerhin ist der Rhein in Basel noch ziemlich frisch. Laut den Hygrodaten des Bundes wurde bei der Palmrainbrücke zuletzt 19,3 Grad Wassertemperatur gemessen. Wirklich lau ist das Wasser also nicht, ein Sprung ins Wasser lohnt sich. Allerdings sind auch hier Sicherheitsmassnahmen zu beachten, zum Beispiel eben nicht überhitzt ins Wasser zu steigen.