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Diese Karte zeigt: Hier leben die Basler und Baselbieter Fremdgänger

Auf dem Blog «Tecnilogica» ist eine Karte aufgetaucht, die zeigen soll, wie die Mitglieder der Dating-Plattform Ashley Madison auf der Welt verteilt sind. Auch die Anzahl der Fremdgänger jedes Ortes wird angegeben.

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Die gelben Punkte zeigen die Orte an, wo Personen leben, die sich beim Portal «Ashley Madison» angemeldet haben.

Die gelben Punkte zeigen die Orte an, wo Personen leben, die sich beim Portal «Ashley Madison» angemeldet haben.

Screeshot Tecnilogica

Zum zweiten Mal hat die Hackergruppe «Impact Team» Daten vom Online-Dating-Portal Ashley Madison veröffentlicht. Es soll sich um 20 Gigabyte Daten handeln. Das ist die fast doppelte Datenmenge, die schon am Dienstag veröffentlicht wurde. Wie blick.ch zitiert, handle es sich um sämtliche Geschäftsmails des Portalchefs Noel Biderman sowie weitere vertrauliche Daten der Plattform.

Mit Hilfe dieser Daten wurde nun auf dem Blog «Tecnilogica» eine Weltkarte veröffentlicht, auf der man erkennen kann, wie die User der Plattform auf der Welt verteilt sind.

Zoomt man weit genug in die Illustration rein, kann man die Daten jedes Dorfes der Welt ablesen. Auch in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland tummeln sich anscheinend etliche Fremdgänger.

In der Stadt Basel zum Beispiel sind laut Karte 4936 Einwohner Mitglied auf der Dating-Plattform. Das entspricht etwa 3 Prozent der Bevölkerung. In der Baselbieter Kantonshauptstadt Liestal sollen gar 610 Personen auf Ashley Madison angemeldet sein, was 4,5 Prozent der Bevölkerung entspricht.

Schaut man über die Kantonsgrenze, sind die Prozentzahlen aber weitaus höher. In Aarau vermeldet der Blog stolze 2514 Mitglieder. Bei einer Einwohnerzahl von gut 20'000 sollen also fast 10 Prozent der Aarauerinnen und Aarauer auf dem Portal ein Profil haben. In Solothurn sind 1549 der etwas mehr als 16'500 Einwohner auf der Dating-Plattform angemeldet. Damit sollen knapp 10 Prozent der Stadtsolothurnerinnen und -solothurner auf dem Portal ein Profil haben.

Zugegeben, an der Vertrauenswürdigkeit dieser Daten lässt sich zweifeln. Auch die Zürcher Sicherheitsfirma Scip, welche die Daten von Ashley Madison ebenfalls analysiert hat, ist skeptisch. Viele Zahlen deckten sich nicht mit den ihnen bekannten Daten.

Doch auch die aus der eigenen Analyse gewonnen Daten lassen den Schluss zu, dass die Basel-Städter und -Länder vergleichsweise wenig vertreten sind. 2,4 Prozent der gesamten Schweizer Nutzer sollen laut Scip im Kanton Basel-Stadt wohnen, 2,1 Prozent im Kanton Baselland.

Die meisten Schweizer Fremdgänger sind mit 27,9 Prozent im Kanton Zürich zu Hause. Auf Platz zwei ist der Kanton Bern mit 9,6 Prozent.

Die Dienstleistung ist den Schweizern offensichtlich etwas wert. 600'000 Franken Umsatz soll die Plattform allein in der Schweiz verzeichnen. (mbe/zam)