Regierungsrat statt Roche, Exekutive statt Legislative, Kollegium statt Parteipräsidium. Das Jahr 2014 brachte für den CVP-Mann grosse Veränderungen mit sich. Im Januar musste er als Parteipräsident den Rücktritt seines Parteikollegen Carlo Conti mit-kommunizieren und sich gleich selbst als Nachfolger präsentieren. Nach einem sehr lauen Wahlkampf gegen Martina Bernasconi (GLP) wurde Lukas Engelberger zum Regierungsrat gewählt und trat als Gesundheitsdirektor in die Fussstapfen seines Vorgängers, der über falsche Honorarabrechnungen gestolpert war. (dre)

Lukas Engelberger

Regierungsrat statt Roche, Exekutive statt Legislative, Kollegium statt Parteipräsidium. Das Jahr 2014 brachte für den CVP-Mann grosse Veränderungen mit sich. Im Januar musste er als Parteipräsident den Rücktritt seines Parteikollegen Carlo Conti mit-kommunizieren und sich gleich selbst als Nachfolger präsentieren. Nach einem sehr lauen Wahlkampf gegen Martina Bernasconi (GLP) wurde Lukas Engelberger zum Regierungsrat gewählt und trat als Gesundheitsdirektor in die Fussstapfen seines Vorgängers, der über falsche Honorarabrechnungen gestolpert war. (dre)

Für das politische Baselbiet war dies der Tiefpunkt des Jahres: Wegen rechtlicher Ungereimtheiten rund um ihr Bed and Breakfast in Lausen trat Landratspräsidentin Daniela Gaugler im Oktober unter öffentlichem Druck zurück. Die unrühmliche Affäre warf ein schiefes Licht auf das Krisenmanagement bei Gaugler und deren Partei, der SVP: Wäre sie sofort hingestanden und hätte Fehler eingeräumt, als die Vorwürfe öffentlich wurden, wäre sie womöglich noch heute «höchste Baselbieterin». Zurück bleibt der erste vorzeitige Rücktritt eines Landratspräsidenten seit einem halben Jahrhundert. (haj)

Daniela Gaugler

Für das politische Baselbiet war dies der Tiefpunkt des Jahres: Wegen rechtlicher Ungereimtheiten rund um ihr Bed and Breakfast in Lausen trat Landratspräsidentin Daniela Gaugler im Oktober unter öffentlichem Druck zurück. Die unrühmliche Affäre warf ein schiefes Licht auf das Krisenmanagement bei Gaugler und deren Partei, der SVP: Wäre sie sofort hingestanden und hätte Fehler eingeräumt, als die Vorwürfe öffentlich wurden, wäre sie womöglich noch heute «höchste Baselbieterin». Zurück bleibt der erste vorzeitige Rücktritt eines Landratspräsidenten seit einem halben Jahrhundert. (haj)

Der 59-jährige Ägyptologe legt sein Amt als Rektor der Universität Basel vorzeitig nieder. Seine Ankündigung, er werde seine bis 2018 dauernde Amtsperiode nicht zu Ende führen, sorgte für viel Bedauern. Aber nicht nur. Zu stark ist das Gesicht Loprienos auch mit dem Wandel hin zu einer «Bologna-tauglichen» Universität verbunden, als dass sich nicht auch ein paar über seinen Abgang gefreut hätten. Der allerdings am eingeleiteten Wandel der Studienlandschaft nichts ändern wird. Und eine weitere Neuerung brachte das Jahr für den Waldenser aus Bari: Er ist nun Schweizer Staatsbürger. (dre)

Antonio Loprieno

Der 59-jährige Ägyptologe legt sein Amt als Rektor der Universität Basel vorzeitig nieder. Seine Ankündigung, er werde seine bis 2018 dauernde Amtsperiode nicht zu Ende führen, sorgte für viel Bedauern. Aber nicht nur. Zu stark ist das Gesicht Loprienos auch mit dem Wandel hin zu einer «Bologna-tauglichen» Universität verbunden, als dass sich nicht auch ein paar über seinen Abgang gefreut hätten. Der allerdings am eingeleiteten Wandel der Studienlandschaft nichts ändern wird. Und eine weitere Neuerung brachte das Jahr für den Waldenser aus Bari: Er ist nun Schweizer Staatsbürger. (dre)

Sie steht stellvertretend für eine junge Generation Politikerinnen und Politiker, die das Baselbiet in den nächsten Jahren prägen könnten. Die bald 21-jährige Studentin aus Ziefen leitet seit etwas über einem Jahr gemeinsam mit dem Aescher Jan Kirchmayr die Baselbieter Juso. Die Jungpartei tritt seither wesentlich aktiver auf als zuvor und scheut sich auch nicht, an den «Altstars» der Baselbieter SP Kritik zu üben. Marti tritt bei den Landratswahlen vom 8. Februar 2015 an und hat intakte Wahlchancen; sie wäre dann vermutlich das jüngste Parlamentsmitglied. Samira Marti und andere linke Jungpolitiker haben sich 2014 zudem aktiv für die Fusion beider Basel eingesetzt. An ihnen lag es gewiss nicht, dass eine grosse Mehrheit der Baselbieterinnen und Baselbieter am 27. September Nein sagte. (haj)

Samira Marti

Sie steht stellvertretend für eine junge Generation Politikerinnen und Politiker, die das Baselbiet in den nächsten Jahren prägen könnten. Die bald 21-jährige Studentin aus Ziefen leitet seit etwas über einem Jahr gemeinsam mit dem Aescher Jan Kirchmayr die Baselbieter Juso. Die Jungpartei tritt seither wesentlich aktiver auf als zuvor und scheut sich auch nicht, an den «Altstars» der Baselbieter SP Kritik zu üben. Marti tritt bei den Landratswahlen vom 8. Februar 2015 an und hat intakte Wahlchancen; sie wäre dann vermutlich das jüngste Parlamentsmitglied. Samira Marti und andere linke Jungpolitiker haben sich 2014 zudem aktiv für die Fusion beider Basel eingesetzt. An ihnen lag es gewiss nicht, dass eine grosse Mehrheit der Baselbieterinnen und Baselbieter am 27. September Nein sagte. (haj)

War es nun sein Jahr oder war es sein schlimmstes Jahr? Der Basler SP-Bau- und -Verkehrsdirektor hat einige Meilensteine zu verzeichnen: Der Achter fährt wieder über die Grenze nach Weil. Das Verkehrskonzept kann mit dem Beginn des neuen Jahres in Kraft treten. Und beim Margarethenstich hat er die Baselbieter Regierung dazu gebracht, den grössten Teil der Kosten zu übernehmen.Andererseits war es aber auch ein Annus horribilis: Die Abstimmungen um das Erlenmatttram und die Stadtrandentwicklung gingen verloren. Bei den BVB lief so ungefähr alles aus dem Ruder, was aus dem Ruder laufen konnte. Und das Verkehrskonzept kommt erst nach unendlichen Diskussionen, Zugeständnissen und Verzögerungen. Wessels ist in diesem Jahr für seine Gegner noch weiter zum Buhmann für alles, das in Basel schiefgeht, avanciert. Das Lachen ist ihm aber nicht vergangen. (dre)

Hans-Peter Wessels

War es nun sein Jahr oder war es sein schlimmstes Jahr? Der Basler SP-Bau- und -Verkehrsdirektor hat einige Meilensteine zu verzeichnen: Der Achter fährt wieder über die Grenze nach Weil. Das Verkehrskonzept kann mit dem Beginn des neuen Jahres in Kraft treten. Und beim Margarethenstich hat er die Baselbieter Regierung dazu gebracht, den grössten Teil der Kosten zu übernehmen.Andererseits war es aber auch ein Annus horribilis: Die Abstimmungen um das Erlenmatttram und die Stadtrandentwicklung gingen verloren. Bei den BVB lief so ungefähr alles aus dem Ruder, was aus dem Ruder laufen konnte. Und das Verkehrskonzept kommt erst nach unendlichen Diskussionen, Zugeständnissen und Verzögerungen. Wessels ist in diesem Jahr für seine Gegner noch weiter zum Buhmann für alles, das in Basel schiefgeht, avanciert. Das Lachen ist ihm aber nicht vergangen. (dre)

Die kurdischstämmige Basler Politikerin war in den letzten Wochen im Baselbiet in aller Munde – und das, ohne aktiv dazu viel beigetragen zu haben: Arslan hatte sich doch «nur» als neue Leiterin des Baselbieter Straf- und Massnahmenvollzugs beworben – und von der zuständigen Sicherheitsdirektion den Zuschlag für den Job bereits erhalten. Eine Geschichte der «Basler Zeitung» über Betreibungen gegen Arslan – die sich später als weit weniger gravierend erwiesen als von der Zeitung behauptet – läutete einen Sinneswandel in der Direktion und bei deren Vorsteher Isaac Reber ein. Folge: Arslan kriegt den Job im mittleren Kader nun doch nicht, arbeitslos wird die 34-jährige Juristin deswegen aber nicht: Regierungsrat Reber hat Arslan einen vorerst befristeten Job in seinem Generalsekretariat angeboten. Eine kuriose Episode ohne grosse Verlierer – zumindest bis jetzt. Welche Auswirkungen diese auf die Regierungswahlen hat oder eben nicht, werden wir bald sehen. (haj)

Sibel Arslan

Die kurdischstämmige Basler Politikerin war in den letzten Wochen im Baselbiet in aller Munde – und das, ohne aktiv dazu viel beigetragen zu haben: Arslan hatte sich doch «nur» als neue Leiterin des Baselbieter Straf- und Massnahmenvollzugs beworben – und von der zuständigen Sicherheitsdirektion den Zuschlag für den Job bereits erhalten. Eine Geschichte der «Basler Zeitung» über Betreibungen gegen Arslan – die sich später als weit weniger gravierend erwiesen als von der Zeitung behauptet – läutete einen Sinneswandel in der Direktion und bei deren Vorsteher Isaac Reber ein. Folge: Arslan kriegt den Job im mittleren Kader nun doch nicht, arbeitslos wird die 34-jährige Juristin deswegen aber nicht: Regierungsrat Reber hat Arslan einen vorerst befristeten Job in seinem Generalsekretariat angeboten. Eine kuriose Episode ohne grosse Verlierer – zumindest bis jetzt. Welche Auswirkungen diese auf die Regierungswahlen hat oder eben nicht, werden wir bald sehen. (haj)

Ein Unbekannter war er in Basel auch vor dem 28. Mai und der Bekanntgabe seiner Verpflichtung als neuer Trainer des FC Basel nicht. Doch spätestens seit diesem Tag kennt ihn jeder – und hat auch jeder eine Meinung zu ihm. Wer glaubte, nach dem Abgang von Murat Yakin werde es keinen Trainer mehr geben, der in Basel so stark polarisiert, hat sich getäuscht. Viele Rotationen und der oft zitierte Prozess – der Portugiese brauchte weniger Zeit als andere in diesem Jahr, um für Gesprächsstoff zu sorgen. Zur Winterpause steht der FCB mit acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und hat sich für die Achtelfinals der Champions League qualifiziert. Und die Kritiker sind – grösstenteils – verstummt. (cfe)

Paulo Sousa

Ein Unbekannter war er in Basel auch vor dem 28. Mai und der Bekanntgabe seiner Verpflichtung als neuer Trainer des FC Basel nicht. Doch spätestens seit diesem Tag kennt ihn jeder – und hat auch jeder eine Meinung zu ihm. Wer glaubte, nach dem Abgang von Murat Yakin werde es keinen Trainer mehr geben, der in Basel so stark polarisiert, hat sich getäuscht. Viele Rotationen und der oft zitierte Prozess – der Portugiese brauchte weniger Zeit als andere in diesem Jahr, um für Gesprächsstoff zu sorgen. Zur Winterpause steht der FCB mit acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze und hat sich für die Achtelfinals der Champions League qualifiziert. Und die Kritiker sind – grösstenteils – verstummt. (cfe)

Sie ist in der Schweizer Musikszene wohl die Entdeckung des Jahres: Das Debütalbum «The Spell» der aus Sissach stammenden Soulsängerin Ira May schaffte es auf Anhieb auf Platz eins der Schweizer Albumcharts. Im Sommer spielte Iris Bösiger, wie die 27-Jährige mit bürgerlichem Namen heisst, vor Tausenden Zuschauern am Berner Gurtenfestival. Die Stimme von Ira May klingt rauchig, der Sound ihrer Band groovt – eine ganz und gar unschweizerische und daher wohl umso erfolgversprechendere Mischung. Als Sahnehäubchen auf ein durch und durch verrücktes Jahr ist Ira May im November bei der Verleihung des Basler Poppreises mit dem – von der bz präsentierten – Publikumspreis geehrt worden. (haj)

Ira May

Sie ist in der Schweizer Musikszene wohl die Entdeckung des Jahres: Das Debütalbum «The Spell» der aus Sissach stammenden Soulsängerin Ira May schaffte es auf Anhieb auf Platz eins der Schweizer Albumcharts. Im Sommer spielte Iris Bösiger, wie die 27-Jährige mit bürgerlichem Namen heisst, vor Tausenden Zuschauern am Berner Gurtenfestival. Die Stimme von Ira May klingt rauchig, der Sound ihrer Band groovt – eine ganz und gar unschweizerische und daher wohl umso erfolgversprechendere Mischung. Als Sahnehäubchen auf ein durch und durch verrücktes Jahr ist Ira May im November bei der Verleihung des Basler Poppreises mit dem – von der bz präsentierten – Publikumspreis geehrt worden. (haj)

Der Liestaler Stadtpräsident ist einer der profiliertesten Gemeinde-Oberen im Baselbiet: Als es bei der Sanierung der kantonalen Pensionskasse um die Frage ging, welchen Anteil die Gemeinden zu tragen haben, da schlug Ott – gemeinsam mit den Präsidenten von Reinach und Binningen – jenen Kompromiss vor, den das Stimmvolk im Mai 2014 schliesslich absegnete. Ott, der erste grüne Präsident in der Geschichte des Baselbieter Hauptortes, hat sich an vorderster Front für eine Neuordnung des Finanzausgleichs starkgemacht. Vor der Fusionsabstimmung sorgte seine Idee für Aufsehen, Liestal solle Hauptstadt des fusionierten Kantons Basel sein. Mit Ott an der Spitze finden die Anliegen Liestals auch ausserhalb des Stedtli stärker Gehör. (haj)

Lukas Ott

Der Liestaler Stadtpräsident ist einer der profiliertesten Gemeinde-Oberen im Baselbiet: Als es bei der Sanierung der kantonalen Pensionskasse um die Frage ging, welchen Anteil die Gemeinden zu tragen haben, da schlug Ott – gemeinsam mit den Präsidenten von Reinach und Binningen – jenen Kompromiss vor, den das Stimmvolk im Mai 2014 schliesslich absegnete. Ott, der erste grüne Präsident in der Geschichte des Baselbieter Hauptortes, hat sich an vorderster Front für eine Neuordnung des Finanzausgleichs starkgemacht. Vor der Fusionsabstimmung sorgte seine Idee für Aufsehen, Liestal solle Hauptstadt des fusionierten Kantons Basel sein. Mit Ott an der Spitze finden die Anliegen Liestals auch ausserhalb des Stedtli stärker Gehör. (haj)

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