Die Muba spielt Poker. Zumindest am Stand der Zeisch AG. Während der letzten neun Tagen konnten sich die passionierten Spieler in jeweils zwei Qualifikations-Spielen pro Tag in die Finalrunde kämpfen, wo Preise im Gesamtwert von 6000 Franken lockten.

Am Sonntag sassen sich dann die 18 Meister ihrer Runden um den Poker Tisch gegenüber. Die meisten spielten zum ersten Mal gegeneinander. Da war es ratsam, die Gegner gründlich zu studieren. Wer blufft gerne? Wer ist weniger risikofreudig?

Reichhaltiger Preis

Nach und nach flogen Spieler raus, weil sie alle Chips verloren hatten. Doch einer türmte sie alle vor sich auf: Maurizio Manetta hatte seine Gegner im Griff, spielte mit einem guten Händchen und holte sich zum Schluss gar den Sieg.

Er gewinnt fünf sogenannte «Buy-in's» fürs Grand Casino Basel, welche ihm ermöglichen, gratis an fünf Turnieren teilzunehmen.

Des weiteren darf er sich den Bauch mit Fondue Chinoise und einem Sonntagsbrunch vollschlagen, sowie acht Getränke an der Bar zu sich nehmen.

Gute Hände aggressiv spielen

Für Manetta ist Pokern nach wie vor ein Hobby. Er spielt durchschnittlich etwa einmal die Woche ein Live-Turnier. Zwischendurch spiele er auch online. Das möge er aber nicht so, wie Manetta sagt. «Da sitzt man alleine vor dem Computer und hat keinen Kontakt zu den Leuten.»

Fürs Poker-Spielen brauche es hauptsächlich Geduld und viel Disziplin», meint der frischgebackene Poker-Champion. Schlechte Hände müsse man fortwerfen, dafür müssten die guten Hände umso aggressiver gespielt werden. So mache man den Gegnern Angst.

«Was mich am Pokern fasziniert, ist es, am Tisch die Leute zu beobachten.» In bestimmten Gesten könne er lesen, ob die Spieler, mit den Karten die sie gerade haben, stark sind oder eben nicht. «Je nach dem kann ich das ausnützen, oder ihnen aus dem Weg gehen.» (lds)