Schoren-Schulhaus
Dornröschen wird Schülern eine Heimat bieten

25 Architekturbüros aus dem In- und Ausland haben am Architekturwettbewerb für die Überbauung eines Teils des Gebiets Schoren teilgenommen. Den Wettbewerb für den Neubau des Schulhauses gewann das Basler Architekturbüro Lorenz mit «Sleeping Beauty».

Thomas Immoos
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Das Projekt «Sleeping Beauty» überzeugte die Jury vor allem auch in städtebaulicher Hinsicht.

Das Projekt «Sleeping Beauty» überzeugte die Jury vor allem auch in städtebaulicher Hinsicht.

Visualisierung/zvg

Neben dem Primarschulhaus sollen imGebiet Schoren auch achtzig Genossenschaftswohnungen entstehen. Diese wurden heute vorgestellt, wobei es vorerst nur um den Schulhaus-Neubau geht, wie Projektleiter und Jurypräsident Thomas Blanckarts ausführte. «Dieser Bau wird nun forciert.» Danach setzt die Wohnbaugenossenschaft Nordwestschweiz den Wohnungsbau um, zusammen mit den Siegern des Projektwettbewerbs und eventuell weiteren Wettbewerbsteilnehmern.

Blanckarts räumte ein, dass er «leicht enttäuscht» sei, dass nicht mehr Projekte eingereicht worden seien. Alle seien aber sehr gute Projekte, welche die Bauten jeweils gut in das Quartier integriert hätten. Der Entscheid der Jury sei dann aber doch einstimmig zugunsten des Projekts «Sleeping Beauty» («Dornröschen») des Büros Lorenz Architekt gefallen. Dieses Projekt sei besonders «städtebaulich überzeugend».

Familienähnliche Strukturen

Nach Sandgruben und Erlenmatt sei dies bereits das dritte grosse Schulprojekt, sagte Pierre Felder, Leiter Volksschulen beim Erziehungsdepartement. Im Siegerprojekt würden in überzeugender Weise die Bedürfnisse von Schule und Quartier miteinander verbunden. Denn zum einen gehe es darum, den grösseren Schulraumbedarf durch Harmos umzusetzen. Im neuen Schoren-Schulhaus werden acht Jahrgänge unterrichtet werden: zwei Kindergartenjahrgänge und sechs Primarklassen.

Auch gehe es darum, eine integrative Schule zu realisieren, wo auch Kinder mit besonderem Förderbedarf zur Schule gehen werden. Weiter sagte Felder, er freue sich auf den Moment, «wenn die Schlafende Schönheit wachgeküsst wird».

Bernhard Gysin, Leiter Schulen beim Hochbauamt, würdigte an «Sleeping Beauty», dass städtebauliche Aspekte ideal umgesetzt würden. Indem im einzigen Obergeschoss die Schulräume um einen Freiraum, dessen Gestaltung noch offen sei, herum platziert seien, würden familienähnliche Strukturen ermöglicht. Das gewährleiste klassenübergreifende Kontakte von Schülern und Lehrpersonen.

Im Erdgeschoss befindet sich die Turnhalle, die dem Quartier zur Verfügung stehe und durch die Beleuchtung die Vernetzung im Schorengebiet unterstreiche. Denn es sei ein wichtiges Anliegen, den Austausch im Quartier zu ermöglichen. Die Quartierbewohner sind denn auch im Vorfeld des Wettbewerbs bei der Evaluation mit eingezogen worden.

Die eingereichten Projekte können bis zum 8. März tagsüber im Lichthof des Baudepartements am Münsterplatz 11 besichtigt werden.