Prozess

Drei junge Männer wegen brutaler Attacke vor Basler Strafgericht

Eingang des Basler Strafgerichts (Archiv)

Eingang des Basler Strafgerichts (Archiv)

Am Basler Strafgericht hat am Mittwoch der Prozess gegen drei junge Gewalttäter begonnen. Das Trio hatte vor einem Jahr in der Kleinbasler Rebgasse drei Passanten attackiert. Die Opfer erlitten erhebliche Verletzungen.

Die Staatsanwaltschaft wirft allen Angeklagten vor, die Opfer geschlagen und getreten zu haben. Die Anklage lautet auf mehrfachen versuchten Mord, versuchte schwere Körperverletzung und mehrfachen Angriff. Die Angeklagten haben vor Gericht die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft in einzelnen Punkten bestritten.

Offene Fragen

Die Frage, welcher der Angeklagten wann was gemacht hat, blieb am ersten Verhandlungstag weitgehend unbeantwortet. Die Angeklagten selber machten geltend, sich an vieles nicht mehr genau zu erinnern. Die Aussagen eines Strassenwischers und eines der Opfer brachten nur wenig Klärung. Viele Fragen zu Details konnten die beiden Zeugen nicht beantworten.

Das eine Opfer, ein heute 24-jähriger Mann, hatte einem von den Angeklagten in der Rebgasse angegriffenen Paar helfen wollen. Er bezog dann selber Prügel und wurde auf dem Heimweg beim Wettsteinplatz erneut angegriffen. Die erste Attacke beschrieb er als harmlos, der zweite Angriff sei schlimm gewesen.

Mehrere Personen hätten ihn gepackt und zu Boden gestossen, dann habe er Fusstritte gegen den Kopf erhalten, sagte der junge Mann aus. Er erlitt mehrere Frakturen im Gesicht und musste eine Operation über sich ergehen lassen. Heute gehe es ihm wieder gut, er halte sich aber weniger oft draussen auf als vor dem Vorfall.

Der Strassenwischer berichtete, dass drei junge Männer einen am Boden liegenden vierten jungen Mann bedrängt hätten. Wieviele der Angreifer das Opfer getreten hatten, konnte er aber nicht sagen. Die Gesichtsverletzungen habe er erst gesehen, als er dem Opfer auf die Füsse geholfen habe.

Urteil nächste Woche

Die drei Angeklagten sind heute 21, 22 und 23 Jahre alt und stammen aus der Region Basel. Sie sind auf freiem Fuss. Nur einer der drei ist beruflich integriert, hat nun aber aus wirtschaftlichen Gründen die Kündigung erhalten. Die Urteilseröffnung ist für Mittwoch nächster Woche vorgesehen.

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