Basel

Drei Mal so viele Verletzte: Verkehrsunfälle mit E-Bikes stark zugenommen

(Symbolbild)

Die Basler regierung weist auf die problematische Seite der Zunahme der Elektrovelos hin.

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Ein Vorstoss des LDP-Grossrats Heiner Vischer fordert, dass alle geltenden Verbote für die E-Bikes mit gelben Nummernschildern überprüft werden sollen. Trotz Unterstützung warnt die Regierung.

Die Basler Regierung will nicht pauschal alle Velorouten für die schnellen E-Bikes zugänglich machen. Die bis zu 45 km/h schnellen E-Bikes gelten rechtlich als Motorfahrräder, kurz Mofas. Deshalb gibt es auch eine Pflicht für Führerausweis und Helm. Und entsprechend dürfen auch nicht alle Velowege genutzt werden. Ein Vorstoss des LDP-Grossrats Heiner Vischer, der selber mit einem entsprechenden Velo unterwegs ist, fordert nun, dass alle bestehenden Verbote für die E-Bikes mit gelben Nummernschildern überprüft werden. Unterschrieben haben Parlamentarier von links bis rechts.

Einen ersten Zwischenerfolg konnte Vischer bereits verbuchen. So ist es mittlerweile erlaubt, mit den schnellen E-Bikes in der Innenstadt zu fahren. Zuvor musste dabei der Motor ausgeschaltet werden. Auch der Rüchliweg – die Pendlerstrecke entlang der S-Bahn nach Riehen – wurde zugelassen.

Mehr Verkehrsunfälle

Grundsätzlich unterstütze sie die Öffnung geeigneter Streckenabschnitte, um attraktive und direkte Verbindungen zu schaffen, schreibt nun die Regierung. Aber sie weist gleichzeitig auf die problematische Seite der Zunahme der Elektrovelos hin: Die Anzahl Verkehrsunfälle mit E-Bikes hat stark zugenommen. In den letzten vier Jahren sei die Zahl der Verletzten von 12 auf 33 angestiegen, was einer Steigerung von 175 Prozent entspricht. Die gleiche Entwicklung zeige sich auch schweizweit.

Vor allem, wenn Wege von Fussgängern und Zweirädern gemeinsam genutzt werden, kann es Probleme geben: Die höhere Geschwindigkeit der E-Bikes mit gelben Nummern wirke sich einerseits auf das subjektive Sicherheitsempfinden der schwächeren Verkehrsteilnehmer aus. Gleichzeitig erhöht sich das Risiko eines folgenschweren Unfalls. Auch auf reinen Velowegen erhöhe sich aufgrund der grossen Unterschiede bei der Geschwindigkeit das Konfliktpotenzial. Deshalb will die Regierung nun die Entwicklung auf Bundesebene abwarten. 

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