Zoo Basel

Drei neue Muntjaks leisten den Nashörnern im Zolli Gesellschaft

Seit Ende Juni leben drei neue Muntjaks aus dem Zoo Leipzig im Zolli. Sie teilen sich eine Anlage mit den Nashörnern, Ottern und Pfauen. Um die kleinen Hirsche zu entdecken, lohnt sich genaueres Hinsehen.

Wer den Basler Zolli besucht, sollte sich beim Nashorn-Gehege etwas Zeit nehmen. Seit Ende Juni leben neben den Nashörnern drei chinesische Muntjaks. Die kleinen Hirsche werden nur etwa 50 Zentimeter gross und sind im hohen Gras, in dem sie sich gerne verstecken, kaum zu erkennen. Mit den drei neuen Tieren leben nun fünf weibliche Muntjaks in der Anlage. 

Die Muntjaks geniessen laut dem Zoo Basel die Nähe zu den Nashörnern. Obwohl sie ihren eigenen Stall haben, bevorzugen sie es im Winter, neben den grossen Tieren zu nächtigen. Auch beim Fressen halten sie sich meist bei den Nashörnern auf. Die ebenfalls in der Anlage lebenden Otter können hingegen aufdringlich sein. Oft durchwühlen sie das Futter der Hirsche auf der Suche nach Leckerbissen. Auch Pfauen finden sich immer zu gewissen Zeiten auf der Anlage ein. Zum einen schätzen sie die Futtervielfalt, zum anderen aber auch den Schutz auf der Anlage, wenn sie Junge haben. Da die Pfauen im Zolli flugfähig sind, können sie jederzeit die Anlage verlassen. 

Chinesische Muntjaks sind mit den heimischen Rothirschen verwandt. Sie sind in Ost- und Südostasien verbreitet und leben als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Die männlichen Tiere tragen ein spitzes Geweih, das um die 15 Zentimeter lang werden kann. Zusammen mit den spitzen Eckzähnen tragen sie damit Kämpfe aus. Die eher gedrungenen Weibchen haben weder ein Geweih noch lange Eckzähne. Sie verlassen sich auf ihr rotbraunes Fell als Tarnung zum Schutz gegen Fressfeinde.

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