Die Temperaturen kündeten immer mehr den Frühling an, und die Farben der Kostüme und Laternen leuchteten in der Sonne, als am Mittwochnachmittag der Cortège erneut durch die Stadt zog. 484 Cliquen, Guggenmusiken, Wagen und andere «Fasnachtseinheiten» mit gegen 12'000 Fasnächtlern waren beim Fasnachts-Comité angemeldet.

«S glemmt» (es klemmt) hiess das Motto der Basler Fasnacht 2012. Bei den Sujets der Cliquen nahmen Geldsorgen und Finanzkrisen einen prominenten Platz ein: von der Euro- und Griechenlandkrise über den starken Franken und den Sorgen des Mittelstands bis zur Finanzmisere und den Sparmassnahmen im Nachbarkanton Baselland.

Dann gabs internationale, nationale und lokale Sujets. Etwas anders die Auswahl bei den Schnitzelbänklern, die am Montag- und Mittwochabend in den Beizen sangen: Beliebt waren die Familie Blocher und die «Basler Zeitung», der neue Schweizer Kampfjet, der Coop-Fleischskandal oder der Aufklärungskoffer an Basler Schulen.

Für Polizei eher ruhig

Schön wie selten an allen drei Fasnachtstagen war das Wetter. Schon am Morgenstreich am Montag um vier Uhr früh war's wärmer als null Grad, und am Fasnachtsauftakt wie auch danach blieb's trocken: ausser am Cortège auch an der Kinderfasnacht und an den Guggenkonzerten vom Dienstag sowie an den Abenden beim «Gässle».

Als «eher ruhig» bezeichnete den Verlauf der Fasnacht bis am Mittwochmorgen die Polizei. Viel Arbeit hatten sie und Sanität allerdings in der Nacht vor dem Morgenstreich wegen alkoholisierter Fasnachtsbesucher und aufkommender Streitereien; festgenommen wurde ein Mann, der einen Taxifahrer angegriffen und verletzt hatte.

Die nächste Fasnacht in Basel beginnt am 18. Februar 2013.