Weihnachtsbeleuchtung

Dreister Diebstahl: Elektriker klaut Weihnachtsbeleuchtung in der Spalenvorstadt

So sollte sie eigentlich aussehen: Die Weihnachtsbeleuchtung in der Spalenvorstadt

So sollte sie eigentlich aussehen: Die Weihnachtsbeleuchtung in der Spalenvorstadt

Die Spalenvorstadt steht zwei Monate vor Weihnachten ohne Beleuchtung da. Ein Elektriker hat die Lichterketten gestohlen und vermutlich verkauft. Dannach ist er spurlos verschwunden. Nun ist Strafanzeige eingereicht worden.

Die Adventszeit droht in der Basler Spalenvorstadt eine weniger frohe Zeit zu werden als eigentlich geplant. Denn ein Elektriker, der offenbar finanzielle Probleme hatte, hat die Weihnachtsbeleuchtung gestohlen. Vermutlich habe er sie verkauft, mutmassen die Ladenbesitzer, die in der IG Spalenvorstadt zusammengeschlossen sind. Der Präsident der IG musste einen sehr unweihnächtlichen Moment erleben, als er vor einigen Tagen die Lichterketten in Augenschein nehmen wollte, mit denen jeweils 40 Tannen entlang der Hausfassaden geschmückt wurden: «Wir haben einen Schock erlitten, als wir die Beleuchtung prüfen wollten», sagt Beat Trachsler. Denn die Lichterketten waren weg.

Dieb spurlos verschwunden

Und auch der Elektriker, der sie lagern sollte, ist verschwunden. Dem Handwerker, der sie vermutlich zur Deckung von Schulden verkauft hat, steht als Geschenk unter dem Christbaum viel Ärger ins Haus. Falls er denn wieder auftaucht: «Wir haben die Behörden eingeschaltet und es ist jetzt klar, der Elektriker, dem wir die Beleuchtung anvertraut haben, ist nicht mehr aufzufinden, sein Geschäft ist nicht mehr existent. Wir haben nun Strafanzeige wegen Veruntreuung eingereicht.» Verschärft wird die Situation im Advent durch die Restaurierungsarbeiten am Spalentor: Wegen des montierten Gerüsts mit dem Trompe l'oeil daran kann nämlich der grosse Stern, der normalerweise am Stadttor prangte, nicht angebracht werden.

Beleuchtung ist Wirtschaftsfaktor

Und das belastet Trachsler zusätzlich: «Die Beleuchtung ist uns wichtig, sie ist stadtbekannt und wir brauchen sie in der Weihnachtszeit.» Ob nun noch Ersatz aufgetrieben werden könne, sei fraglich: «Das ist für uns ein Schlag, das bringt Kosten mit sich und die Lieferzeiten sind auch ein echtes Problem.» Es sei fatal, dass die IG Spalenvorstadt erst so spät vom Diebstahl erfahren habe.

Eröffnung findet statt

Für den 28. November ist eine Licht-Einschalt-Zeremonie bei der geschmückten Linde beim Spalenbrunnen geplant und öffentlich angekündigt. Und sie werde auch über die Bühne gehen, sagt Trachsler trotzig: «Am 28. November wird die Eröffnung stattfinden, auf jeden Fall und wenn der Moderator Minu selbst als Kerze kommen muss.» Die Lichter an der Linde sind denn auch der einzige Teil der Beleuchtung, der sicher weihnächtliche Stimmung verbreiten wird. Dieser Teil der Leuchtkörper ist nämlich noch vorhanden. Die übrige Spalenvorstadt auch diesen Advent in weihnächtlichen Glanz zu tauchen, wird nur unter einer Bedingung möglich sein: Es muss ein grosszügiger Sponsor gefunden werden, der bereit ist, rasch eine Neuanschaffung zu finanzieren.

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