Der Gewinn liegt um fast zwei Drittel höher bei 63,1 Mio. Franken. Der Zuwachs ist hauptsächlich zahlreichen Zukäufen zu verdanken. In der Mitteilung vom Montag wird die Diversifikation, also der Vorstoss mit neuen Produkten in neue Märkten, denn auch als Schlüssel zum Erfolg bezeichnet. Den Löwenanteil seines Umsatzes erzielt Dufry mit Zollfreiläden an Flughäfen, aber auch an Bahnstationen und Schiffshäfen ist der Konzern inzwischen präsent.

Aber auch organisch, das heisst ohne Akquisitionen und unter Ausklammerung von Wechselkurseffekten, wäre Dufry gewachsen. Über neun Monate hinweg gesehen betrug das Umsatzplus rund 5 Prozent, wie Dufry am Montag mitteilte.

Wachstum in Lateinamerika

Alle Regionen konnten zum Wachstum beitragen. Insbesondere die zugekauften Geschäfte in Argentinien, Uruguay und Ecuador haben den Geschäftsgang verbessert. Zudem konnte in Mexiko das bisherige Geschäft markant ausgeweitet werden, was sich ebenfalls positiv auf die Erträge auswirkte. Im entsprechenden Marktgebiet weist Dufry deshalb ein Wachstum von 78,4 Prozent aus. 66,1 Prozent davon stammen von Akquisitionen.

In Brasilien und Bolivien, den bisherigen südamerikanischen Hauptmärkten von Dufry, haben sich die Geschäfte dagegen weniger stark entwickelt. Dufry macht hierfür die langsamere Wirtschaftsentwicklung in Brasilien verantwortlich. Die Wachstumsraten lag bei 2,7 Prozent.

In Kanada und den USA konnte Dufry 18,3 Prozent wachsen, dies unter anderem dank neuen Produkten und Partnerschaften wie etwa Dunkin Donuts. Zudem hat Dufry das Zollfrei-Angebot ausgebaut. In Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) sowie Asien liegt der Umsatz nach neun Monaten 22,1 Prozent höher. Vor allem in Nordafrika und Russland zeigten sich die Kunden konsumfreudig, ebenso in der Schweiz, Frankreich und China.