Tobit Schäfer ist im Glück. Er hat als Präsident der Stiftung Kuppel am Dienstag von der Regierung den Bescheid erhalten, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Projektierungen die rechtlichen Grundlagen für den Bau geregelt sind. Auf Anfang 2019 wird ein neues und aus Sicht der Stiftung hoffentlich letztes Projekt ausgeschrieben, bis Mitte 2019 soll dann auch dieser Entscheid vorliegen.

Dafür musste sich die Stiftung nach Auseinandersetzungen nicht nur mit Simon Lutz’ Firma QPL AG einigen, die das Grundstück im Baurecht hält, sondern sie benötigte auch die Zustimmung der Einwohnergemeinde Basel und damit der Regierung Basel-Stadt für das Wegrecht zum Gelände. So ist nun auch im übertragenen Sinn zum ersten Mal der Weg für den Neubau frei. Fast zwei Jahrzehnte, nachdem noch unter der Ägide von Simon Lutz ein erster Projektwettbewerb ausgeschrieben worden war.

Viele Pläne, viel Geld, wenig Grundlage

Seither gab es für die neue Kuppel viele Projektpläne, schicke Visualisierungen, sogar Geld von Mäzenen, aber nie die verbindlichen rechtlichen Grundlagen, wie sie nun geschaffen wurden. Der Neubau ist auch politisch brisant, da der Grosse Rat im Mai 2017 einen Investitionskostenbeitrag von 1,7 Millionen Franken an den Bau von Bandproberäumen bestätigt hatte.

Alt SP-Grossrat Schäfer hält gegenüber der bz fest, dass von diesem Beitrag nichts anderweitig verwendet wurde. Die Summe ist nun Bestandteil der Kosten von sechs Millionen Franken, die für diesen letzten Anlauf veranschlagt werden. Der Rest stamme vollends von privaten Spendern, so Schäfer.

Das allerletzte Projekt – hoffentlich

Der Miteinbezug des Kantons sei zudem sichergestellt: So lässt die Stiftung Kuppel das neue Projekt unter dem Vorsitz von Kantonsbaumeister Beat Aeberhard jurieren. Anfangs Jahr teilte die Stiftung bereits mit, das neue Projekt angehen zu wollen, als Zielgrösse für die Eröffnung wurde 2020 angegeben.

Mit der Verzögerung dürfte es mittlerweile 2021 werden. Schäfer selbst äussert sich vorsichtig zum Zeitplan, konkret will er erst nach Bekanntgabe des Siegerprojekts werden. «Wir sind jetzt zwar wieder auf Feld eins», sagt er, «aber unter dem Strich so weit wie noch nie.»