Die Vereinigte Kryyse Bewältiger (VKB)
machen ihrem Namen, auf ihre Art, alle Ehre:

«Me mues es wigglig nümm bewyyse
Basel erläbt die schlimmschti Gryyse
In däre Schadt gits nüt me z lache
dr letscht ka grad no s Liecht ussmache!»
Baselwörld, BVB…was hatten wir noch?
Ach ja, zum FCB meint der Dichter:
«D Clubleitig wo nit vyyl verstoot
wär e Sääge, wenn si goot.»
Und gleich ein innovativer Vorschlag:
«Und s Netz vom Gool kunnt vornedraa
so spaare si dr elfti Maa»

Und die Regierung? Oh ja, ein gefundenes
Fressen! Für alle! Ins Museum mit diesen!

«Mr hängge an die leere Wänd
Vo dr Regierig Gegeständ:
Vo dr Ackermaa d Gitarre
vom Baschi Dürr e Tesla Karre
Vom Brutschin no ne alte Stumpe
Vom Morin sone Aazug-Lumpe
Vom Cramer d FCB Kravatte
Vom Wessels nur dr aige Schatte.

 

D Lälli Alti Garde sinniert auch über den Untergang:

«Als Gott vom Handwärgg und vom Handel
und au als e Figur vom Wandel,
als dää, wo iiberall yykeert,
hänn d Reemer dr Merkur vereert.
Är isch befliiglet gsi am Huet -
das basst zur Muba dänggbar guet.
Sie hett da Fliigelhuet volländet
in Rot uns als Symbol verwändet.

Doch hitte, wo isch s goldig Kalb?
Was blybt isch nur e beesen Alb,
denn MCH het halt nit tscheggt
dass s Mässbrinzip langsam vereggt.»

Und sie warten gleich mit Alternativnutzungen auf:

«Die Halle kennt au oobedryy
sogar als Filmset bruuchbar sy:
me kennti dert, fir d’Kasse zfille,
‹Ueli allein zu Hause› drille.»

 

Bei der Sans Gêne, ah jä! - alte Garde natürlich, tödelets, und zwar poetisch.

«E Näbel ächt, e lyyse Dunscht?
Me waiss nitd wie sgnau goot,
Är danzt mit dir als heggschti Kunscht,
und noochäär simmr doot.

D Vergängligkait , die gheert zem Lääbe,
Alles goot verbyy.
Au d Mässe, die suchsch bald vergääbe,
Z Basel am mym Rhy.»

 

Doch hie und da gehts nicht nur um Untergang. Sondern ums Auftauchen. D Basler Dybli, Duubeschlag, nehmen die hübsche Ausstellung zu den aus dem Rhein gefischten Gegenständen im Historischen Museum auf die Schippe:

«Händy, Schruube, Absperrgitter
e Badeaazug vome Zwitter
Fläsche, Däsche, leeri Doose,
Büschtehalter, Unterhoose
Denn findet me e Fleischermässer, vo dämm sait schynts e Herr Profässer
dass s Alter hunderttausig Johr isch
und wenn au numme d Helfti wohr isch
s’gheert ins Museum, ins Hischtorisch.»

 

Wenn also alles den Bach runter ist, hilft vielleicht noch eines: Gin!

«Das blaui Beeri wird umworbe,
die alte Sorte sind fascht gstorbe.
S gitt hitte Gin no jedem Gschmagg,
no Änis, Siessholz - au Dubagg!»
dichtet die Rätz-Clique.

«D Manyy nimmt langsam iberhand
und scho geen Gschichte quer durchs Land
Mit Gin kennsch Grangged therapiere
und d Scheenhait wurd au profitiere.»

 

«Sag lieber nüt!» schreibt vielsagend die Alte Garde der Rhygwäggi. Dann ist die Politische Korrektheit auch nicht tangiert. Doch die Rhygwäggis haben durchaus etwas zu sagen:

«Dört änen am Bärgli, dört stoht e wyssi Geiss
au das sottschnümm singe, dasch rächtlig ganz heiss
‹Rassischtesau› wurds sofort heisse,
‹Was hesch du gege schwarzi Geisse?›

Bim Schneeemaabaue, sone schyssi,
miens glychvyl schwarzi si wie wyssi,
und generell bim Schneemaabaue
baut me zur Helfti Schnemaafraue.

Isch schöni Wiehnacht no erlaubt,
wo mängge nümm an d Wiehnacht glaubt?
‹Last Christmas› darfsch vor alle Dinge
in den Altersheim nümm singe.

Au Puff seisch nümm, Bordell und so
das heisst hütt Nagelstudio.
Vollschlangg seisch scho lang für digg
dr Dildo heisst jetzt Selfie-Stick.
Nur d Schwoobe finde, s paggt eim d Wuet,
‹Führerschein› au hütt no guet;
do griegt denn als die halb Nation
im rächte Arme en Erektion».

 

D Schnooggekerzli hingegen macht ihre Drohung wahr und liefert einen leeren Zeedel ab.

Wir möchten da anfügen:
Und d’Moral vo dääre Gschicht?
Dicht gar nie e Värsli nicht!