«Eb gimpft oder ungimpft»
Unbekannte rufen zum Fasnachtsabend in Basel auf – doch die Bewilligung dafür fehlt

Auf den sozialen Netzwerken und via Nachrichten-Dienste wird zurzeit ein Flyer verschickt, der zum «Gässle» in der Basler Innenstadt aufruft. Wer hinter der Aktion steht, ist unklar.

Aimee Baumgartner
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An der Nicht-Fasnacht 2021 war auch die Polizei auf den Strassen unterwegs.

An der Nicht-Fasnacht 2021 war auch die Polizei auf den Strassen unterwegs.

Keystone

«Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren», schreiben die Organisatoren auf ihrem Flyer. Besonders in massnahmenkristischen Kreisen wird dieser auf Webseiten, sozialen Netzwerken und über Nachrichtendienste häufig geteilt. Dabei würde es sich um ein «fröhliches, freundschaftliches und friedliches» Miteinander handeln und nicht um eine Demo. Parolen, Plakate und Ansprachen seien unerwünscht, heisst es auf dem Flyer weiter, der sich «an alle Bürger guten Willens» richtet.

Ob eine oder mehrere Personen hinter der Aktion stecken ist unklar. Auch der Ursprung des Flyers kann aktuell nicht eruiert werden. Das Fasnachts-Comité ist es aber nicht, wie Kommunikationsverantwortlicher Daniel Hanimann gegenüber der bz bestätigt. «Bei dieser Aktion fehlt der fasnächtliche Charakter, weshalb sich das Comité auch gar nicht erst damit befasst», so Hanimann.

Auch die Kantonspolizei Basel-Stadt hat Kenntnis vom Aufruf der unbekannten Fasnächtler, wie sie auf Anfrage sagt. Eine Bewilligung wurde aber nicht erteilt, bezüglich eines Gesuchs wurde die Polizei gar nichts erst kontaktiert. Sprecher Toprak Yerguz lässt vermelden: «Eine Kontaktaufnahme und die Nennung einer Ansprechperson ist im Interesse aller, nämlich um die geordnete Durchführung unter Berücksichtigung aller Ansprüche zu ermöglichen.» Das Musizieren in Basel-Stadt ist Sonntags untersagt, davon ausgenommen sind neben bewilligten Aktionen auch die Bummel- und verkaufsoffenen Sonntage.

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