Die Basler Edel-Boutique-Besitzerin Trudi Götz will im französischen Baume-les-Dames, neunzig Minuten von ihrer Heimatstadt entfernt, eine Auffangstation für verwaiste Hunde einrichten. Dies erinnert an das Hundeheim, das die ehemalige FCB-Präsidentin und Roche-Erbin Gigi Oeri auf Ibiza 2012 gegründet hat.

Doch Götz will nicht einfach nachziehen, sagt sie der «Schweiz am Sonntag». Sie trage die Idee schon länger mit sich rum: «Wenn man auf der Sonnenseite steht, möchte man auch gerne etwas zurückgeben.»

Die 72-Jährige betreibt mehrere Dutzend Modeläden in Basel, Zürich, St. Moritz und Gstaad mit 120 Mitarbeitern und vertritt renommierte Label wie Jil Sander, Prada, Miu Miu und Tom Ford. Die «Bilanz» schätzt den Umsatz des Götz-Imperiums auf 80 bis 100 Millionen Franken.

Der Erfolg wurde Götz aber nicht in die Wiege gelegt. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen als zweitjüngstes von sechs Kindern eines Schlossers auf. Sie war sieben, als ihre Mutter starb. Die neugegründete Stiftung soll sich neben Hunden auch für Kinder einsetzen, die wegen Krankheit, Invalidität, Armut, Herkunft oder Familienkonstellation bedürftig sind.