Gundeldingen

Edle Pasta statt preisgekrönte Werkstatt: Das «Grissini» folgt aufs legendäre «Bonvivant»

Ein begabter Kulinarik-Handwerker übernimmt im Gundeli das Ristorante Grissini.

Nach der ausgezeichneten Küche des «Bonvivant» übernimmt im Gundeli ein Edel-Italiener. Hinter dem «Grissini» steckt ein begabter Handwerker der Basler Kulinarik.

Das Gundeli-Quartier gilt zurzeit nicht mehr als erste Wahl für die hippe Basler Szene, da schwingen das angesagte Quartier St. Johann und das Kleinbasel obenaus, auch was gastronomische Neuentwicklungen angeht. Doch in deren Windschatten entsteht im Gundeli eine neue Gastro-Generation. Hoch im Kurs steht die italienische Küche. Mit dem Restaurant «Grissini» folgt nun ein Edel-Italiener auf die Konzeptküche des in Gastro-Kreisen hochgeschätzten «Bonvivant» von Chef Andreas Schürmann an der Zwingerstrasse.

Das Lokal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nachfolger des vom Gault Millau ausgezeichneten «5 Signori», das den Betrieb aufgegeben hat, und nun den Italiener «Valentino» beheimatet, der «neu interpretierte Traditionen» serviert. Daneben befindet sich das «Sapori del Sud». Zudem gibt es entlang der Güterstrasse mehrere Pizzerien, unter anderem das Kultlokal «Vito».

Pasta, dehydrierte Rande und erschwingliche Preise

Hinter dem «Grissini» steckt nun allerdings kein klassischer Italiener, der das übliche gefällige Bistecca und Altbekannte der mediterranen Küche kredenzt. Es sind Marcus Meyer, ein Schüler Peter Mosers vom «Les Quatres Saisons» und der gehobenen Basler Catering-Szene bestens von «Meyers Culinarium» bekannt. Dazu sein Geschäftspartner Claudio Utzinger und, als Geschäftsführer, Jakob Ramp, der in den vergangenen Jahren im «Schmatz» auf dem für Basler Feinschmecker-Verhältnisse noch recht entlegenen Dreispitz seine Erfahrungen gesammelt hatte.

Ramp weist entsprechend den Ansprüchen des Lokals darauf hin, dass die Karte nicht so üppig befrachtet ist, wie in der Branche üblich, sondern neben den Mittagsspezereien zurzeit drei Vorspeisen und fünf Hauptgänge listet. Zum Beispiel einen Herbstsalat mit dehydrierter Rande. Oder als Zutat selbstgesammelte Steinpilze. Die Pasta dazu wird in Culinariums Küche täglich handgedrechselt, was auch von des Vorgängers Kostgängerschaft durchaus geschätzt werden dürfte. Das muss nicht teuer sein, am Mittag lässt sich für um die 25 Franken bestens dinieren.

Pizzen gibt es bei diesem Basler Italiener übrigens nicht. Ein bewusster Entscheid, nicht nur, weil der hochwertige Ofen fehlt. Denn, so Ramp, man sei sich der in diesen Belangen teils hochstehenden Nachbarschaft durchaus bewusst.

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