Das Basler Konkursamt hat am Morgen den Konkurs über die EHC Basel AG eröffnet, wie Matthias Häuptli, stellvertretender Leiter des Basler Betreibungs- und Konkursamts, auf Anfrage sagt.

Die Mannschaft war unmittelbar nach der Verhandlung von Sharks-Geschäftsführer Pascal Suter über den negativen Ausgang informiert worden. So hat auch Verteidiger Louis Heinis vom definitiven Ende seines Klubs erfahren: «Es ist himmeltraurig, dass so etwas in einer Stadt wie Basel überhaupt möglich ist.» Nun müsse er zuerst den Schock verdauen.

Keine Anträge auf Fristerstreckung

Während der Verhandlung zwischen 9.30 und 10 Uhr am Montagmorgen seien keine anderen Anträge gestellt worden, weder vom Verwaltungsrat noch von den Gläubigern. Denn gemäss OR hätten beide Parteien die Möglichkeit gehabt, Antrag auf eine Fristverlängerung vor der Konkurseröffnung zu stellen, wenn eine Rettungslösung mit Aussicht auf Realisierung vorgelegen hätte. Dies scheint nun aber offenbar nicht der Fall gewesen zu sein.

«Nun wissen wir wenigstens, woran wir sind», sagt Heinis. «Wäre jetzt Fristerstreckung gewährt worden, dann wären wir nochmals eine Woche in der Luft gehangen.» Trotzdem sei es gerade angesichts der «tollen Truppe», die man zusammengehabt habe, sehr schade. «Das hat so niemand verdient.»

Basler Sportdirektor bedauert den Konkurs

Auch den Basler Sportdirektor Christoph Eymann lässt das Ende der Sharks nicht kalt: «Ich bedaure sehr, dass es so weit gekommen ist. Gleichzeitig bin ich aber Matthias Preiswerk und auch seinem Vorgänger enorm dankbar, dass sie über lange Zeit grosszügig viel Geld für die Sharks bereitgestellt haben.»

Der Verwaltungsrat der EHC Basel AG hatte die Bücher vor zwei Wochen deponiert. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass ohne neuen Mäzen und ohne gewinnbringenden Hallenbetrieb der professionelle Eishockeysport in Basel nicht mehr weiter zu finanzieren sei. Diesem Umstand pflichtet auch Eymann bei: «Die aktuelle Entwicklung zeigt nun, dass es offenbar ohne Sponsoren und Mäzene nicht möglich ist, einen professionellen EishockeyBetrieb in Basel zu garantieren.»

150'000 Franken gesammelt

In den vergangenen Tagen war immer wieder über mögliche Rettungen spekuliert worden. Diese scheinen sich nun zerschlagen zu haben. Damit bleiben auch die Bemühungen des Vereins Pro Eishockey Basel fruchtlos, der auf seiner Website einen aktuellen Spendenstand für die Basel Sharks von knapp 150'000 Franken angibt.