Am Sonntag kommender Woche, 16. September, sind insgesamt 70 Kilometer Strasse für die Veranstaltung Slowup gesperrt. Inklusive der Vorbereitungsarbeiten müssen Autofahrer in der Region von 8 bis 18 Uhr mit Einschränkungen rechnen.

Der Slowup findet mittlerweile zum zwölften Mal statt und hat sich zu einem sehr beliebten Event gemausert. In den vergangenen Jahren machten sich jeweils rund 65'000 Personen auf die Socken. Auch dieses Jahr ist die Strecke trinational ausgerichtet. Die Organisatoren sprechen vom grössten grenzüberschreitenden Bewegungstag Europas. Das Motto: «Gemeinsam en route – ensemble unterwegs».

Sieben langsame Stunden

Die Route auf beiden Seiten des Rheins ist in drei Schlaufen à 31, 21 und 18 Kilometer unterteilt. Das Strassennetz reicht von Rheinfelden über Lörrach bis zu den elsässischen Gemeinden Huningue und Saint-Louis. Wegen mehrerer Baustellen werden die Strecken in Lörrach und Riehen dieses Jahr anders geführt.

Während den sieben Stunden stehen die Strassen voll dem nicht motorisierten Verkehr zur Verfügung. Ob zu Fuss, mit Inlineskates oder gar per Velo: Jeder Teilnehmer soll solange mitlaufen oder -fahren, wie er mag. Der Name ist dabei Programm: Das Ein- und Aussteigen entlang der Route ist jederzeit möglich. Allerdings können gewisse Routen nur in einer Richtung befahren werden. Entlang der Strecke bieten Festwirtschaften regionale Spezialitäten, Erholung und Unterhaltung.

«Vignette ist Ehrensache»

Der Slowup ist für die Teilnehmenden kostenlos. Da die Finanzierung trotz grossem Goodwill aber immer schwieriger werde, versuchen die Verantwortlichen, nun mit dem Verkauf einer Vignette zusätzliche Mittel zu generieren. Die fünf Franken für die reflektierenden Kleber seien Ehrensache, meinten die Organisatoren bei der heutigen Vorstellung des Events.

Immerhin seien insgesamt gegen 1000 Personen für die Sicherheit und auf den Festplätzen im Einsatz und über 1500 Absperrungen müssen an den richtigen Ort gebracht werden. Ausserdem müssen die Anwohner und Firmen entlang der Strecke mit insgesamt 20 000 Flugblättern über den Anlass und die damit verbundenen Einschränkungen informiert werden.