Basel

Ehrespalebärglemer: Basler «Walk of Fame» in neuem Licht

Filmproduzent Arthur Cohn, Affenforscher Jörg Hess, Swiss-Indoors-Gründer Roger Brennwald und die anderen, die den Titel eines «Ehrespalebärglemers» tragen, drängen sich vor dem Hotel Basel.

Vor ihnen die Honoratioren des Sperber-Kollegiums, jenes Zusammenschlusses honoriger Männer und Damen, die den Titel alljährlich verleihen. Dazu ein Mix aus Journalisten, Kameraleuten und all jenen, die in Basel Rang und Namen haben , einst hatten oder gerne mal hätten. Rundherum um das Ganze ein Zaun und Security-Mitarbeiter. So präsentierte sich die Lage an der offiziellen Eröffnung des «Walk of Spalebärg» gestern Abend. In Anlehnung an den «Walk of Fame» in Los Angeles benannt, handelt es sich dabei um den untersten Teil des Spalenbergs. Dort sind nun, nach der Sanierung der Strasse, die Platten mit den Namen der «Ehrespalebärglemer» eingelassen.

Ehrungen seit 1976

Mit diesem Titel zeichnet das sogenannte Sperberkollegium Basler aus, die sich um die Stadt verdient gemacht haben. Neben der Ehre gibt es eine Platte im Boden des Spalenbergs, auf der der Name des Geehrten prangt. 1976 bekamen Margrit Rainier und Walter Roderer als Erste den Titel eines «Ehrespalebärglemers» verliehen. Die nächste Platte wurde aber erst zwanzig Jahre danach für Arthur Cohn in den Boden eingelassen. Jetzt, mit der Neugestaltung des «Spalebuggel», haben alle Geehrten ihren eigenen Stein.

Auch zur Freude von Regierungsrat Hans-Peter Wessels, der an der Einweihungs-Party nicht nur wie alle anderen schwitzte, sondern auch noch eine kurze Ansprache hielt: «Statt ganze Strassen nach Promis benennen zu wollen, legt das Kollegium Platten, das macht mein Leben einfacher.» In der Tat: Das Sperberkollegium wählt die Promis aus, eine Grossbank bezahlt die Tafeln und Wessels' Baudepartement muss sie nur noch im Boden versenken.

Dank für zwei Jahre Geduld

Die Neueinweihung des «Walk of Spalebärg» gliederte sich in die Feier ein, die das Baudepartement für alle Anrainer ausrichtete. Damit wollte ihnen das Departement für ihre Geduld während der zweijährigen Sanierungsarbeiten danken. Ab heute gehört der Berg nun wieder allen Baslern. Auch jenen ohne Ehren-Tafel.

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