Ein aussergewöhnlicher Anblick, auf dem Friedhof Hölzli, dem grössten Friedhof der Schweiz: Da fressen sich Schafe durch die Hecken. Zum Einsatz kommen heuer 25 bis 30 Tiere einer älteren Schafrasse, die neben Gras auch Brennesseln, Brombeeren und Gehölze wegputzen.

«Wir können dank der Schafe andere Arbeiten ausführen auf dem Hörnli» meint Patrick Goepfert von der Stadtgärtnerei Basel. «Die letzten Monate waren sehr trocken, die Gärtner beschäftigt mit dem Bewässern, dank der Schafe konnten wir die Waldpflege aber weiterhin durchführen.»

In diesem Jahr sollen die Skudden - eine Schafrasse, die aus Ostpreussen und dem Baltikum stammt - unter anderem Waldflächen des grossen Friedhofs am Hörnli und Böschungen an der Galgenhügelpromenade in Stand halten.

Die relativ kleinen Tiere mit weissem Fell und kurzem Schwanz besuchen die Flächen ein- oder zweimal im Jahr, dies jeweils wenige Tage bis maximal zwei Wochen lang.

Drei Jahre lang mähten die Schafe, die einer spezialisierten Firma aus Bubendorf gehören, testweise. Vergangene Woche kündigten die Behörden den regelmässigen Einsatz an. Der Wechsel vom Mähen von Hand zum Schafbetrieb sei für den Kanton kostenneutral, hiess es. (sda/bz)