Investitionen
Eigenes Waldstück für Wisente und andere Neuerungen in den Langen Erlen

Im Tierpark Lange Erlen laufen zurzeit mehrere grössere Projekte. Das Wisent-Gehege wird vergrössert, und ein neuer Spielplatz ist im Bau.

Jonas Hoskyn
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Lange Erlen
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Vier Wisent-Kühe leben zurzeit im Tierpark Lange Erlen
Tierparkleiter Bruno Ris erklärt die Pläne
Der künftige Spielplatz
18 Storchenpaare leben im Tierpark.
Der Ersatzweiher im Tierpark Lange Erlen. Medieninformation des Tierpark Lange Erlen zu laufenden Projekten wie neuer Spielplatz, Ersatzweiher (im Bild) und den Ausbau der Wisent-Anlage

Lange Erlen

Kenneth Nars

Seit eineinhalb Jahren leben in den Langen Erlen vier Wisente. Die mitteleuropäische Variante des Bisons war früher auch in der Schweiz weit verbreitet. Nun will der Erlen-Verein die Anlage ausbauen. Statt wie bisher 2000 Quadratmetern soll den vier Wisent-Damen künftig rund das Dreifache an Fläche zur Verfügung stehen. Das Besondere: Für das neue Areal muss der Erlen-Verein die Strasse verlegen lassen. Das geplante zweite Areal führt über die jetzige Strasse bis zum Veloweg entlang der Wiese.

Damit erhalten die Wisente Zugang zum angrenzenden Waldstück. «Der Wisent ist – anders als der nordamerikanische Bison – ein Waldbewohner», sagt Tierparkleiter Bruno Ris. «Das wollen wir auch zeigen.»

Die zweite Kammer lässt sich vom aktuellen Gehege abtrennen, sodass der Auslauf der rund 500 Kilo schweren Tiere kontrolliert gesteuert werden kann. Der Ausbau gebe dem Tierpark ausserdem die Möglichkeit, einen Stier anzuschaffen. Kosten wird das Projekt gut 1,1 Millionen Franken. «Rund drei Viertel der Gelder konnten wir bisher sammeln», sagt Geschäftsführer Edwin Tschopp.

Etwa 350 000 Franken fehlen noch. Die Bauarbeiten sollen diesen Sommer starten, die Eröffnung ist für nächstes Jahr geplant.

Zwölf Meter hoher Kletterturm

Bereits im Bau befindet sich ein weiteres Grossprojekt des Erlen-Vereins. Zwischen Parkplatz, Restaurant und Wiese entsteht ein neuer, gross angelegter Spielplatz. Thematisch soll dieser die Themen des Tierparks aufgreifen. So gibt es einen Ameisenhaufen, einen Biberbau und einen zwölf Meter hohen Storchennest-Kletterturm. Von den Kosten von rund 2,9 Millionen Franken übernimmt der Kanton den Löwenanteil von 2,15 Millionen.

Das Geld stammt aus dem Mehrwertabgabefonds, der speziell für die Quartier-Aufwertung vorgesehen ist. Rund eine halbe Million konnte der Erlen-Verein mit zahlreichen Spenden sammeln. Baustart war bereits nach der Fasnacht. «Dank des guten Wetters kamen die Arbeiten gut voran», sagt Tschopp. Wenn Petrus weiterhin mitspielt, sollte der Spielplatz im Spätherbst fertig sein. Offiziell eröffnet wird der Spielplatz allerdings erst im kommenden Jahr.

Diesen Samstag findet in der Messe Basel die Generalversammlung des Erlen-Vereins mit dem traditionellen Hirschessen statt. Präsident Carlos Methner kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Nach einem Verlust im Vorjahr konnte der Verein 2016 mit einem Gewinn von über 100 000 Franken abschliessen.

«Wir haben streng darauf geachtet, die Budgets einzuhalten», sagt der Vereinspräsident. Allerdings macht er sich Sorgen um die Zukunft: «Die Generation, die uns immer stark unterstützt hat, stirbt langsam weg. Umso wichtiger sei es, neue Mitglieder zu finden. «Den aktuellen Bestand von 9000 Mitgliedern sollten wir unbedingt halten», sagt Methner.

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