2000 Quadratmeter – so viel Landwirtschaftsfläche steht rechnerisch jedem Erdbewohner zur Verfügung. Das ist weniger als ein halbes Fussballfeld und muss reichen für alles Obst, Gemüse, Getreide, aber auch für Futterpflanzen, Baumwolle und Biosprit, die ein Mensch im Jahr verbraucht.

In welchem Verhältnis die verschiedenen Pflanzen angebaut werden, kann in diesem Jahr erstmals auch in der Schweiz hautnah beobachtet werden. Der Verein Urban Agriculture Basel hat Anfang Monat in Nuglar einen Weltacker eröffnet und organisiert monatlich Führungen.

Die Hälfte des Ackers wird durch grosse Monokulturflächen belegt: Weizen, Mais, Reis und Soja, die hauptsächlich für die Fütterung von Nutztieren verwendet werden. Gemüse (Nummer 12 auf der Grafik) nimmt relativ wenig Platz ein, ebenso Bäume für Früchte und Nüsse (8 und 9). «Die wichtigste Botschaft lautet: Es ist genug für alle da», sagt Bastiaan Frich vom Verein Urban Agriculture Basel. Jeder könne beim Einkaufen mitentscheiden, wie die weltweiten Ackerflächen aussähen.

Inspiriert wurden die urbanen Gärtner vom Weltacker in Berlin, der anlässlich der internationalen Gartenausstellung errichtet wurde. Mittlerweile gibt es vergleichbare Projekte auch in Syrien, der Türkei, Kenia, China, Schottland und Schweden.

Nebst dem Weltacker werden in den Nuglar Gärten seit 2013 auf insgesamt 6,5 Hektaren Lebensmittel angebaut. Im Sinne eines solidarischen Zusammenschlusses zwischen Konsumenten und Produzenten kaufen Erstere ein Jahresabonnement und erhalten dafür so viel Esswaren, wie die Äcker hergeben.

Weitere Informationen zum Weltacker und die genauen Besichtigungstermine finden Sie unter www.2000m2.ch