Wer am Basler Nachtleben teilnimmt, dem ist die Webseite ein Begriff: Um die 30'000 Nachteulen besuchen pro Monat denkmal.org um sich schlau zu machen, was in Basel im Ausgang läuft.

Jetzt wird die praktische Plattform auch für Zürcher interessant: denkmal.org spannt mit dem Stadtmagazin Tsüri.ch zusammen. Und das, obwohl die Basler vor einem Jahr noch ums Überleben kämpften. Was ist passiert? denkmal.org ist schnell erklärt: Eine minimalistische Website, auf der kurz und knapp aufgelistet wird, was in Basel läuft. Ort, Anlass, zwei Stichworte zur Musikrichtung, fertig.

Kommerzielle Anlässe und Subkultur kommen gleichermassen vor. Es gibt die Möglichkeit, Events zu teilen oder sich Lieblingsorte zu speichern. Mehr nicht. Die nichtkommerzielle Plattform ist bewusst schlicht gehalten, das Viererteam dahinter betreibt sie seit 14 Jahren ehrenamtlich und werbefrei.

Aus diesem Grund fehlte letztes Jahr dann auch das Geld, als es darum ging, die Website neu aufzusetzen. Einmalige 20'000 Franken mussten aufgetrieben werden, um die veraltete Website auf Vordermann zu bringen, damit sie in Zukunft ordentlich unterhalten werden konnte. Das Team machte sich auf die Suche nach Stiftungsgeldern, startete ein Crowdfunding und gründete den Verein Denkmalmit. Binnen weniger Wochen hatten sie das Geld zusammen.

Knapp die Hälfte deckten private Spender, weitere vierzig Prozent stammten von Basler Stiftungen. Für den Rest sorgte das Crowdfunding. Mit dem Geld wurde die Website neu entwickelt, mit Open-Source-Software. Das bedeutet: Jeder kann die Inhalte der Website für sich einsehen, nutzen und nach Belieben ändern.

Hier kommt Tsüri.ch ins Spiel: Als Gründer Reto Kaiser vor ein paar Jahren in die Limmatstadt zog, merkte er, dass es in Zürich kein vergleichbares Produkt gab. Er machte sich auf die Suche nach einem geeigneten Distributionskanal und stiess dabei auf das Team des Stadtmagazins Tsüri.ch. Man traf sich, mochte sich – und Tsüri.ch beschloss, das Basler Denkmal-Modell zu übernehmen.

Die Zürcher Redaktion wird nun die Website in ihren Auftritt integrieren, nach eigenen Vorstellungen bestücken und dem Zürcher Ausgehpublikum zur Verfügung stellen. Ab sofort kann man auf denkmal.org zwischen den Optionen «Basel» und «Zürich» wählen.