Wer nicht in den immer gleichen Einkaufshäusern nach Weihnachtsgeschenken Ausschau halten möchte, hat seit diesem Wochenende eine Alternative: den Coiffeursalon «Brush Your Hair» an der Klybeckstrasse. Dort präsentieren bis zum 21. Dezember zehn Künstler - die meisten sind aus der Region Basel - ihre selbst produzierten Werke.
Bereits ein kurzer Blick in die Schaufenster reicht, um zu erkennen, dass dies keine Alltagswaren sind. Schmuck, der nicht nur Hals, Ohren und Handgelenke, sondern auch Rücken, Oberarme und Kopf verziert. Second Hand Teller, die zu Etageren zusammengesetzt wurden oder Pflanzenschmuck für Haushalt und Haustüren sind in allen Preisklassen erhältlich. Auch grössere Möbel und kleine Schatztruhen sind da zu finden.

Nicht in Einkaufszentren zu finden

Dass im «Brush Your Hair» Kunst, Accessoires und Kleider von regionalen Künstlern ausgestellt werden, ist nicht neu. «Wir wollen begabten Leuten, die neben ihrer Berufstätigkeit zu Hause kreativ sind, die Möglichkeit bieten, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen», sagt Mitinhaber Michel Feldmann. «Wir möchten nicht, dass die Künstler ihre Sachen im Keller versorgen und dann irgendwann aufhören, weil ihnen der Ansporn fehlt.»

Zusammen mit Salon-Mitinhaberin Barbara Burgunder, Künstlerin Susan Rodriguez und deren Partner Markus Waldvogel riefen sie zum ersten Mal den Weihnachtsmarkt der anderen Art ins Leben. «Es hat hier kleine Schätze, die mit grosser Leidenschaft hergestellt wurden», beschreibt Rodriguez die Ausstellung. «Etwas Vergleichbares in herkömmlichen Einkaufshäusern zu finden, ist fast unmöglich.»

Profitieren von der Vielfältigkeit

Bereits zweimal hat die Basler Hebamme ihre Kleider und vielfältigen Utensilien für Kleinkinder im «Brush Your Hair» ausgestellt. «Es gibt mir ein gutes Gefühl, wenn andere Menschen meine Sachen schon nur betrachten. Wenn sich dann jemand dazu entscheidet, auch etwas zu kaufen, ist dies natürlich sehr schön.» Doch die finanziellen Aspekte stünden beim Weihnachtsmarkt nicht im Zentrum.

Die Vielfältigkeit ist so aussergewöhnlich wie der Ort der Ausstellung selbst. Davon profitieren nicht nur die Besucher und Kunden, sondern auch die Hersteller. «Durch die verschiedenen Stile ist die Kundschaft sehr vielfältig», sagt Monique Stocker vom Label «Wyder Willen».

Zusammen mit Kollege Tobi Gutzwiller präsentiert sie Schals, Winterkappen und die selbst entworfenen und getauften «Kubanzen» - eine Kombination aus Schal und Kappe. Wichtig für beide ist der Spass an diesem Weihnachtsmarkt. «Für uns ist es eine Chance, unser Label bekannter zu machen», erklärt Stocker.