Rund 3800 Strassenquerungen haben Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei Basel-Stadt zusammen mit Mitarbeitenden des kantonalen Grundbuch- und Vermessungsamts auf ihre Sicherheit überprüft, wie die Verantwortlichen am Mittwoch vor den Medien sagten. Richtlinien hatte die Basler Fachstelle für Geoinformation erstellt.

Geprüft wurden die möglichen Schulwege gemäss Polizei aus Kinder-psychologischer Sicht. Dabei seien etwa Sichteinschränkungen wie parkierte Autos oder Elektrokästen sowie die Verkehrsintensität berücksichtigt worden.

Beurteilt wurden die meisten Querungen in beide Gehrichtungen, weil dabei unterschiedliche Gefahren feststellbar sein können. Ebenfalls untersucht wurde, ob die Trottoirs genügend breit und damit sicher für Kinder sind.

Gemäss Auswertung sind rund 78 Prozent der Strassenübergänge für Kinder geeignet und werden demnach als Schulweg empfohlen, wie es auf Anfrage hiess. Gut 470 Übergänge stellen an Kindern eine erhöhte Anforderung, und 247 sind anspruchsvoll. 17 Querungen werden derzeit von der Verkehrspolizei gar nicht als Schulweg empfohlen.

Online abrufbar

Die Resultate der 2014 gestarteten Untersuchungen sind seit Anfang Monat auf dem elektronischen Stadtplan des Kantons Basel-Stadt im Internet ersichtlich. Dort wird jeder untersuchte Strassenübergang entsprechend kategorisiert.

Dieses Angebot soll Eltern ermöglichen, für ihre Kinder den geeignetsten Weg zum Kindergarten oder Schulhaus zu finden. Die elektronische Hilfe sei allerdings kein Ersatz für das Training auf der Strasse, hiess es weiter.

Die einzelnen Gefahren werden im Internet nicht detailliert aufgelistet. Die Verantwortung für die Gestaltung des Schulwegs liege zudem wie bisher bei den Erziehungsberechtigen.

Die Daten zur Schulwegsicherheit sollen laufend aktualisiert werden, etwa auch bei Baustellen. Für die Zukunft ist zudem eine Routenplaner-Funktion angedacht, die einen Schulweg empfehlen kann. In einem weiteren Schritt soll ausserdem die Strassensicherheit für den Schulweg mit dem Velo untersucht werden.