Wettkampf

Ein Hauch Olympia in Basel: Eine logistische Herausforderung am Schweizerischen Schulsporttag

nsgesamt nehmen 3500 Sekundarschülerinnen und -schüler teil, die sich als Teams innerhalb der Kantone für den Schulsporttag qualifiziert haben. (Archiv)

nsgesamt nehmen 3500 Sekundarschülerinnen und -schüler teil, die sich als Teams innerhalb der Kantone für den Schulsporttag qualifiziert haben. (Archiv)

3500 Jugendliche kämpfen am 22. Mai anlässlich des 50. Schweizerischen Schulsporttags in Basel um Ehre und Medaillen – eine logistische Herausforderung.

Für einmal ist selbst der sonst so redegewandte Erziehungsdirektor Conradin Cramer (LDP) fast nicht zu verstehen. Es klopft, quietscht und kreischt – Mädchen der Sekundarschule Leonhard geben in ihrem Sportunterricht gerade Vollgas. Das Erziehungsdepartement hat mit Absicht eine Turnhalle ausgewählt, um auf den Schweizerischen Schulsporttag aufmerksam zu machen.

Die Bedeutung des Schulsports soll transportiert werden. Und das ist gelungen, wenn man an den Enthusiasmus der Mädchen denkt. In knapp drei Wochen werden 18 Teams aus Basel-Stadt und 34 Teams aus Baselland gegen Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz um Ehre und Medaillen antreten.

3500 Sekundarschülerinnen und -schüler

Insgesamt nehmen 3500 Sekundarschülerinnen und -schüler teil, die sich als Teams innerhalb der Kantone für den Schulsporttag qualifiziert haben. 400 Helferinnen und Helfer sind dafür nötig. Insgesamt werden dreissig Sporthallen, zwei Leichtathletikstadien, ein 50-Meter-Schwimmbecken, ein Orientierungslauf-Gelände, eine Mountainbike- und Inlinestrecke, Beachvolleyballfelder und mehrere Aussensportanlagen für die Durchführung der Wettkämpfe benötigt.

Da viele Teams aufgrund der weiten Wege bereits am Vortag nach Basel reisen, gilt es, gegen 500 Übernachtungsplätze in den umliegenden Zivilschutzanlagen zu koordinieren, erklärt OK-Präsident Yves Moshfegh. «Der Anlass ist logistisch eine grosse Herausforderung.»

Am Morgen müssen die 3500 Teilnehmenden zur St. Jakobshalle gebracht werden, wo eine gemeinsame Eröffnungszeremonie stattfindet. Danach müssen sie zu ihren Wettkampfstätten und dort mit entsprechenden T-Shirts und Sandwiches ausgerüstet und versorgt werden. Die Sportanlage St. Jakob sei dabei «ein Glücksfall», betont Moshfegh. Dadurch könnten viele Sportarten auf engstem Raum durchgeführt werden. Conradin Cramer ist begeistert. «Das Joggeli wird am 22. Mai zum grössten Sporttag von ganz Europa.»

Selbstbewusstsein durch Sport

Die Eröffnungszeremonie haben sich die Basler Organisatoren zum Jubiläum des Schweizerischen Schulsporttags ausgedacht. Die Teams laufen gemeinsam hinter ihren Kantonsflaggen ein. «Fast so wie bei Olympia», frohlockt OK-Präsident Yves Moshfegh.

Erstmals in der Geschichte des Schulsporttags werden auch Jugendliche mit einer Behinderung die Möglichkeit erhalten, aktiv an einzelnen Wettkampfdisziplinen teilzunehmen. Dabei gehe es auch darum, dass Nichtbehinderte erahnen können, was es heisst, körperlich eingeschränkt Sport zu treiben. Dafür stehen unter anderem Rollstühle und Augenbinden bereit.

Für Conradin Cramer ist der Schulsport gerade im urbanen Basel von grosser Bedeutung. «Für die Kinder aus fremden Kulturen geben Bewegung und Sport Selbstbewusstsein, gerade wenn sie es in anderen Bereichen der Schule eher schwierig haben.»

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