19.25 Uhr beginnt für den Schwoobekäfer der Abend im Schauspielhaus, dann ganz schnell auf die grosse Bühne des Stadttheaters – halt! Moment, wir haben einen Bänkler vor dir reingeschoben, sagt die Regie. Warten. Der Auftritt fängt schliesslich exakt um 19.45 Uhr an. Die beiden Vorführungen sind erfolgreich – Applaus, Applaus; ja genau, das gibt einen positiven Schub für die weiteren Stationen. Im Stechschritt geht es in den «Teufelhof» – der Schwoobekäfer läuft schneller, als er singt.

Für ihn geht der Vorhang im Gastro-Kulturlokal erst um 20.50 Uhr auf, also heisst es warten.

Dann gehts vis-à-vis ins Hotel Basel. Er kann um 21.20 Uhr im Tabourettli im 1. Stock singen. Anschliessend 30 Minuten warten, weil im Fauteuil Pause ist. Dieser Auftritt ist um 22.20 Uhr.

Es geht nun vis-à-vis ins Hotel Basel ... warten, wie das Papier in der Druckwarteschlaufe. Um 22.50 Uhr dürfen sich die Gäste der Bänggerstube im 1. Stock auf ihn freuen – und umgekehrt. Jetzt wieder halb joggend durch die Menge der aktiven und passiven Fasnächtler an den Barfi, ins «Kohlmanns». Die Betreuer des «Kohlmanns» haben den Fahrplan – es hat viele Bänkler, die dort warten, und so wird der Schwoobekäfer auf 23.00 Uhr angesetzt. Essen? Was trinken? Hinsetzen? – Nein! Die Zeit nutzen und rüber in die «Kunsthalle».

Die wenigen Gäste, die um diese Uhrzeit dort noch verweilen, sind für die Verse des Schwoobekäfer überaus dankbar und applaudieren für die Gäste mit, die offenbar am Gässle sind. Gässle ist ja auch schön. Wieder zurück ins «Kohlmanns», und weil der Auftritt um 23.00 Uhr ist, kann sich der Schwoobekäfer mit dem Helgeträger hinsetzen. Zuweilen ist es auf der Bänggler-Route wie auf der Autobahn: Es hat Stau. Aber die Lokale haben für die Bänkler, je nach Liegenschaft, kleinere oder grössere «Warteräume». Wie in diesen Tagen schon beschrieben, sind ja die Auftrittsorte sehr verschieden; von der Bühne und von der Technik her. Die Wartezeit ist oft auch sehr bereichernd und überaus humorvoll – weil sich die Bänkler untereinander zuweilen sehr intensiv austauschen.

Nach dem «Kohlmanns» ist die Fasnacht 2017 «ausgesungen», und der Bänggler glücklich und zufrieden. Nein, noch nicht ganz: Die grosse Kür folgt am Samstag mit dem Schlussabend im Schauspielhaus und Stadttheater. Das ist die Krönung.