Villa Rosenau
Ein Kurzschluss beendet die Geschichte des Politikums «Villa Rosenau»

Ein Kurzschluss hat am Sonntag zu einem Grossbrand in der Villa Rosenau geführt. Jetzt muss die Villa abgerissen werden – und das noch vor Ende des Monats. Bis dahin wird das einsturzgefährdete Gebäude abgeriegelt und sporadisch kontrolliert.

Pascale Hofmeier
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Die Villa Rosenau am Tag nach dem Brand
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Der Brand hat grossen Sachschaden angerichtet
Drei Bewohner sind trotz Gefahr in die Ruine zurückgekehrt.
Sie wollen die Villa wieder aufbauen

Die Villa Rosenau am Tag nach dem Brand

Kenneth Nars

Die besetzte Villa Rosenau wird nach dem Brand in der Nacht auf den Sonntag ein Fall für die Abbruchbirne: Das Gebäude ist einsturzgefährdet und soll noch vor Ende Monat abgerissen werden. Gemäss einer Mitteilung des Basler Bau- und Verkehrsdepartementes (BVD) hat die Gebäudeversicherung Basel-Stadt das Gebäude absperren lassen. «Wir haben Warnschilder aufgestellt und lassen das Gelände sporadisch kontrollieren», sagt BVD-Sprecher Marc Keller auf Anfrage.

Besetzer in der Brandruine

Am Montag nach dem Brand waren die Bewohner in das Gebäude zurück gekehrt. Und auch am Dienstag kletterten Personen in der Brandruine herum, wie «Telebasel» berichtet. «Meines Wissens haben sie nur ihre Sachen rausgeholt», sagt Keller. Mit dem schnellen Abbruch wolle man verhindern, dass Personen zu Schaden kommen, sagte Keller.

Die Ursache für den Brand in einem der letzten besetzen Häuser in Basel war vermutlich ein Kurzschluss. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, waren mehrere Stromkabel von der Liegenschaft zu einem Wohnwagen vor dem Haus gezogen. Die Überlastung der Kabel habe den Brand verursacht. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Auf dem Areal im Norden Basels unweit der Landesgrenze soll nun die Planung vorangetrieben werden. Die Regierung hat beschlossen, diese früher an die Hand zu nehmen, als ohnehin vorgesehen.