Die Olymper kommen über die Brücke, nachhause ins Kleinbasel. Nicht in der Formation, nein, in einem grossen Pulk gehen sie gemeinsam dem Ende zu. Ohne strenge Ordnung, aber nicht weniger geschlossen.

Noch ein letztes Mal haben die Cliquen in der Nacht auf Donnerstag ihre Laterne zur Schau getragen, haben die Guggen geschränzt, was das Zeug hält. Noch ein letztes Mal sind die Fasnächtler im Kostüm durch die Strassen gezogen. Das diesjährige Kostüm, das dann zu den anderen in den Schrank kommt, um irgendwann an einem Morgestraich wieder einen Auftritt zu haben. Aber bis dahin ist es noch so lange.

Dankbarkeit und Wehmut

Die Olymper versammeln sich in der Rheingasse vor dem Kaffi Spitz um ihre Laterne. Dort, wo alles angefangen hat am Montagmorgen zur gleichen Zeit.

Sie spielen noch einen letzten Marsch. Dann ziehen die Männer ihre Larven aus und fallen sich in die Arme, bedanken sich für die vergangenen Tage. Freude mischt sich jetzt mit Wehmut. 

Es ist 4.01 Uhr, als die Laterne weg getragen wird, 4.04, als der erste geht, und 4.09, als der Regen wieder einsetzt.

Kurz darauf pflügen die ersten Stadtreinigungfahrzeuge die nassen Räppli durch die Strassen. Es wummert aus dem Schwarzen Bären und Fasnächtler und Zivilisten suchen sich ihren letzten Weg. Es ist nicht still, aber nicht mehr Fasnacht.