Der Schaffhauser Unternehmer Giorgio Behr zeigte in seinem Gastreferat Parallelen auf zwischen Wirtschaft und Sport. Verbandspräsident Marc Jaquet äusserte sich in seiner kämpferischen Rede besorgt über die weltweite gegenseitige Entfremdung von Politik und Bevölkerung und hinterfragte die Rolle des Staates in der Schweiz. «Die Menschen erwarten von der Politik Antworten und Lösungen auf die Themen, die sie unmittelbar beschäftigen», sagte Marc Jaquet in Anspielung auf Brexit, AfD, Trump und Co.

Die Protestbewegungen hätten realisiert, dass für sehr viele Menschen deren Hauptsorgen Arbeitsplatz, Sicherheit und Identität eng verbunden sind mit der Frage der Migration, so Jaquet weiter. Dennoch dürfe man diesen Bewegungen «nicht die politische Macht geben, die Grenzzäune – auch nicht symbolisch – wieder hochzuziehen. Denn der globale freie Handel, das freie Bewegen auf den Märkten für Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräfte ist die grösste Errungenschaft der Nachkriegszeit», betonte der Basler Arbeitgeberpräsident - ohne die SVP namentlich zu nennen. Dafür lobte er zu Beginn seiner Rede, dass das gesamte bürgerliche «Viererticket», inklusive Lorenz Nägelin (SVP), anwesend war.

Wenn es den Regierungen in den Ländern der westlichen Welt nicht gelänge, auf die Sorgen der Menschen einzugehen, liefen wir Gefahr, die Errungenschaft der freien Märkte wieder zu verlieren.

Der überbordende Staat breite sich krakenartig aus und sorge dafür, dass den Menschen immer mehr Freiheit abhanden komme. Die Freizeit-Freiheit sei eine Scheinfreiheit. Nur merkten das die Betroffenen nicht. (sts)