Ja, es war mal eine Männerveranstaltung. Darum sind die klassischen Figuren vorwiegend männlich. Der Dummpeter ist ein Kerl, der Ueli, vom Altfrangg nicht zu sprechen. Was bleibt für die andere Hälfte der Welt? Die Alti Dante.

Ganz so einfach ist es nicht, wenn man sich die restlichen Traditionskostüme anschaut. Der Blätzlibajass mag das Männliche im Namen haben, doch beim Anblick des Kostüms mit den Stoffstücken hat man nicht automatisch eine männliche Figur vor Augen.

Auch der Pierrot ist nicht, was man sich unter einer Testosteron-Bombe vorstellt, sondern ein zartes, androgynes und ja, weibliches Wesen. Aber was reden wir von Tradition, wenn die Wirklichkeit anders ist?

In Wirklichkeit lieben es Fasnächtler, als Frau zu gehen. Männer, die mal einen Busen haben, können nicht aufhören, damit zu prahlen. Und jene, die im Röckchen oder im Rock unterwegs sind, fühlen sich luftig leicht. Damit wäre bewiesen: Eine Männerfasnacht wäre eine traurige Sache – und niemals so schön, wie sie jetzt ist.