Frau Schmied, wie haben Sie von dem Vorfall 2016 erfahren?

Ich bin prinzipiell die erste Person, die an so einen Vorfall herankommt oder diesen entdeckt. Es ist immer eine sehr unangenehme Situation. Ich rufe dann meistens als erstes die Polizei. Im ganzen Prozess bin ich stark involviert und spreche über meine Beobachtungen. Leider haben wir solche Fälle öfters.

Was denken Sie über die Täter?

Ich versuche, es möglichst nicht persönlich zu nehmen und gehe solche Situationen sehr sachlich an. Ich empfinde weder Sympathie noch Empathie für die Täter.

Was halten Sie von der Aussage, dass der Täter das Münster für eine Villa gehalten hat?

Das klingt seltsam. Man sieht doch von Weitem, dass es sich beim Münster um eine Kirche handelt. Vor allem war zu diesem Zeitpunkt auch die Aussenbeleuchtung an, was es noch klarer macht.

Wie kann man solche Fälle in Zukunft vermeiden?

Das Münster ist ein öffentlich zugängliches Gebäude und es ist für Basel auch wichtig, dass das so bleibt. Deshalb können wir das Münster tagsüber nicht einfach sichern und abschliessen. Am besten wäre es, wenn wir das Münster besser bewachen könnten. Dafür fehlen uns aber die Mittel. Wir können deshalb nur auf die Sozialkontrolle der Passanten zählen. Auf Leute, die am Münster vorbeilaufen und solche Vorfälle melden.

Nehmen solche Fälle in letzter Zeit zu?

Ich würde nicht von einer Zunahme sprechen. Im Münster kommt es aber immer mal wieder zu Einbrüchen. Meistens finden die Einbrecher nichts. Das Münster sieht prächtig aus, aber wir haben keinen Schatz, den man stehlen könnte. Wir wehren uns, indem wir Einstiegsmöglichkeiten verhindern und die Türen am Abend sehr gut kontrollieren.